Laurie Reviol

Laurie Reviol
Sopran
G. Fr. Händel · SaulG. Fr. Händel · Saul
Georg Friedrich Händel:
S A U L
Oratorium in 3 Akten in englischer Originalsprache und historischer Aufführungspraxis
mit Nancy Argenta (Sopran), Laurie Reviol (Sopran),
Michael Chance (Countertenor), Mark Le Brocq (Tenor),
Michael Berner (Tenor), Stephen Varcoe (Bass), Steffen Balbach (Bass),
Hannoversche Hofkapelle, Maulbronner Kammerchor
Künstlerische Leitung: Jürgen Budday
Ein Konzertmitschnitt aus der Kirche des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn
HD-Aufnahme · DDD · Doppel-Album · ca. 150 Minuten
2 CD
EUR 33,00SpotifyDeezerNapsterGoogle PlayApple MusicAmazon.de MusikTidaliTunes MasteredFor...Qobuz HDeClassical HDPresto Classical HDHDTracksPrime Phonic HDReview

Die Erfülltheit von Wohlklang

Zum Finale der Maulbronner Klosterkonzerte mit Händel's 'Saul' - Es ist noch nicht allzu lange her, da konnte man die großem Oratorien Händels in Stuttgart hören - etwa auf den Musikfesten der Bachakademie oder bei den Festtagen Alter Musik. Vielleicht hat ein etwas zentralistisches Musikverständnis dazu beigetragen, dass man die Gesamtaufführung sämtlicher Oratorien im Kloster Maulbronn eher am Rande wahrgenommen hat. Künstlerische Kategorien, so jedenfalls der Eindruck vom Beschluss der diesjährigen Klosterkonzerte mit Händels "Saul", können es kaum gewesen sein. Das lag nicht nur an der Ausgeglichenheit und Strahlkraft des Maulbronner Kammerchors, der unter der Leitung von Jürgen Budday zu einer der führenden Chorvereinigungen seiner Art herangewachsen ist. Gestützt von der solide agierenden: Hannoverschen Hofkapelle erlebte man insbesonders erstrangige Solisten, wie Laurice Reviol (Sopran), Stephen Varcoe (Tenor) sowie Marc LeBrocq (Tenor). Allein - ähnlich wundersam wie Davids Überleben bei der Kontroverse mit Saul - es gab da noch zwei Stimmen, deren Auftreten allein bereits ein Ereignis darstellte: Nancy Argenta und Michael Chance.
Während Erstere in der Rolle der Michal konziseste Melodielinien samt feinziseliertesten Verzierungen hören ließ, verströmte der Countertenor Michael Chance Töne mit jener singulären Erfülltheit von Wohlklang, welcher sich allein in einem Raum wie der Maulbronner Klosterkirche zu entfalten vermag.

Hermann Wilske in den Stuttgarter Nachrichten

Review

Genüsslich ausgeziert und farbenreich

Händels 'Saul': Drama aus dem Kloster - Im Gegensatz zu den Opern hatte Händel in seinen Oratorien einen Faible für das Alte Testament. Die Geschichte von Saul und David steht folgerichtig im Zentrum eines der ersten großen Oratorien nach Händels teilweisen Rückzug von der Opernbühne. Sauls Eifersucht auf den jungen Hirten David, dessen enge Freundschaft mit Sauls Sohn Jonathan, des Königs zunehmender Wahnwitz inklusive des Besuchs bei einer Hexe und des Propheten Samuels Erscheinung waren Motive, die der Komponist bis zum Rande dramatisch aufladen konnte.
In der feinen Reihe der Maulbronner Klosterkonzerte folgt 'Saul' nun Samson, Judas Maccabäus und Jephta und hat als bemerkenswertesten Aktivposten die Hannoversche Hofkapelle aufzubieten. Unter Jürgen Buddays Leitung wird genüsslich ausgeziert, beinahe improvisatorisch agiert, mit dezent angeschärftem Klang und einem Farbenreichtum, der in die Romantik weist, ohne den Boden historischer Spielweise zu verlassen. Famose Basis für den (unter Live-Bedingungen erstaunlich) sattelfesten Maulbronner Kammerchor und eine Lesart, die Sauls Opernnähe unbedingt mitbedenkt. Einwandfrei bis vorzüglich die Solisten: Voran der prominente Altus Michael Chance als recht reifer David, die agilen Soprane Nancy Argenta (Michal) und Laurie Reviol (Merab), der höhenleichte Tenor Marc LeBrocq als Jonathan und Stephen Varcoe in der 'Titelrolle' mit eher balsamischen als dramatischen Tönen.

Ingo Wackenhut im Kulturmagazin SCALA

Review

Mit Detailtreue und flüssigem Gestus

SAUL FÜR SILBERLINGE - Die K&K Verlagsanstalt hat es sich in ihrer CD-Edition 'Kloster Maulbronn' zu Aufgabe gemacht, herausragende Konzertereignisse bei den weithin ausstrahlenden Klosterkonzerten, die alljährlich an diesem historischen Ort stattfinden, auf Tonträger zu dokumentieren. Nun liegen zwei neue Einspielungen vor. Sie bringen aus dem vergangenen Jahr die Mitschnitte eines Konzerts vom 27. Mai mit dem Wolfgang Bauer Consort, das in überaus frischen und virtuosen Wiedergaben Werke von Bach, Torelli, Stradella und Bernhard Krol musiziert, und eines vom 14. September mit der von Pawel Przytocki dirigierten Capella Istropolitana, bei dem der Pianist Christoph Soldan zwei Klavierkonzerte von Mozart (G-Dur und A-Dur) spielt. Auch dieser klangtechnisch sehr gut gelungene Mitschnitt dokumentiert ein lebendiges und impulsives Musizieren.
Am Wochenende wurde das Abschlusskonzert der diesjährigen Klosterkonzerte Maulbronn in der Klosterkirche aufgezeichnet. Jürgen Budday, künstlerischer Leiter der Klosterkonzerte, setzte mit dem 'Saul' einen Zyklus mit den großen Händel-Oratorien fort. Es war der siebte Teil der Reihe, aus der 'Jephtha', 'Samson' und 'Judas Maccabäus' in der 'Edition Kloster Maulbronn' auf CD vorliegen.
Jürgen Buddays Einstudierung setzte interpretatorisch die eindrucksvolle Linie der Maulbronner Händel-Konzerte fort. Der Maulbronner Kammerchor bewährte sich erneut als transparent im Klang und klar in der Diktion agierendes Ensemble, das mit Sicherheit und Homogenität seinen Part bewältigte. Insbesondere in den Klagechören des dritten Aktes gelang hoch expressive und weit ausschwingende Darstellung.
Zum ersten Mal übernahm die Hannoversche Hofkapelle in Maulbronn den Orchesterpart: ein eminent virtuos und ausgeglichen musizierender Klangkörper, der erste Musiker der europäischen Alte-Musik-Szene vereint.
Beste Voraussetzungen für eine durch ihre schlüssige Formdisposition und ihr überlegtes Maß einnehmende Wiedergabe, die ohne Exzentrik Händels Musik mit Detailtreue und flüssigem Gestus zu ihren Recht kommen ließ. Insbesondere die lyrischen Momente machten große Wirkung.
Es war auch in diesem Jahr wieder gelungen, 'Stars' im Barockgesang in die historische Klosteranlage zu holen. Stephen Varcoe sang dabei einen hoch kultivierten König Saul und ließ die rasenden Affekte des neiderfüllten Königs ganz aus Händels Tönen und eben nicht aus quasi theatralischer Attitüde zur Geltung kommen. Michael Chance faszinierte einmal mehr als Barockstilist von Gnaden in den Gesängen des Davids. Nancy Argenta gab der Partie der Michal durch die ausgefeilte Art und scheinbare schwerelose Leichtigkeit ihres Singens eine überaus anmutige Gestalt, während Laurie Reviol als Merab durch die rhythmische Impulsivität und schillernde Beweglichkeit ihres Gesang Akzente setzte. Der Tenor Mark LeBrocq machte als Jonathan durch die geglückte Verbindung von stimmlichem Wohllaut und Beredsamkeit im Ausdruck auf sich aufmerksam.

Dr. Karl Georg Berg, DIE RHEINPFALZ

G. Fr. Händel · SolomonG. Fr. Händel · Solomon
Georg Friedrich Händel:
S O L O M O N
Oratorium in 3 Akten in englischer Originalsprache
und historischer Aufführungspraxis
mit Nancy Argenta, Laurie Reviol, Michael Chance, Julian Podger, Steffen Balbach,
Hannoversche Hofkapelle, Maulbronner Kammerchor.
Künstlerische Leitung: Jürgen Budday
Ein Konzertmitschnitt aus der Kirche des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn
HD-Aufnahme · DDD · Doppel-Album · Spielzeit: ca. 150 Minuten
2 CD
EUR 33,00SpotifyDeezerNapsterGoogle PlayApple MusicNaxos Music LibraryAmazon.de MusikTidaliTunes MasteredFor...Qobuz HDeClassical HDHD TracksPresto Classical HDPrime Phonic HDReview

***** WOW

Ist klar, so ne Rezension ist natürlich subjektiv, aber wiedergegeben über meine Anlage ist sowas natürlich eine Offenbarung, sauber abgemischt (der Toningenieur hat sein Soundboard im Griff!!!). Was will man mehr???

'PMG' bei Amazon.de (Verifizierter Käufer der Audio-CD)

Review

Energie durch sorgfältige Artikulation

Es sind zumeist die kleinen Labels, die heutzutage interessante und engagierte Neuproduktionen hervorbringen. Die K&K Verlangsanstalt, ein in verschiedenen Medien tätiger Verlag, gibt auch mehrere CD-Reihen heraus. Eine davon, die "Edition Kloster Maulbronn", ist den Konzerten gewidmet, die seit 1968 regelmäßig in der mittelalterlichen Klosteranlage in der Nähe von Pforzheim abgehalten werden.
Der künstlerische Leiter der Maulbronner Konzerte, Jürgen Budday, hat in den vergangenen Jahren einen Schwerpunkt auf die großen englischen Oratorien Georg Friedrich Händels gelegt, mit denen der Komponist nach seiner letzten italienischen Oper Dedamia von 1741 eine neue Laufbahn begann. Es enstanden auch heute noch so beliebte Werke wie Jephta, Saul, Belshazzar oder Semele, den Welterfolg Messiah nicht zu vergessen.
Wegen ihren aufwändigen Besetzungen, in denen der Chor immer eine zentrale Rolle spielt, haben es diese Oratorien weder im Konzertbetrieb noch auf der CD leicht. Immerhin aber haben, als die Aufnahmezeiten noch golden waren, Nikolaus Harnoncourt und John Eliot Gardiner wichtige und maßstabsetzende Produktionen aufnehmen und veröffentlichen können. In Maulbronn kann man das machen, denn als Basis steht mit dem Maulbronner Kammerchor ein engagiertes semi-professionelles Ensemble zur Verfügung, das gute Musik macht und wenig Kosten verursacht. Als Orchester sind verschiedene Ensembles auf Originalinstrumenten dabei, darunter Musica Florea aus Prag, die Hannoversche Hofkapelle und ein eigenes Ensemble, das Barockorchester Maulbronn. Was auffällt, ist die Besetzung der Solopartien mit einigen Sängerinnen und Sängern, die als Stars der Barock-Szene bekannt sind, etwa der Kontratenor Michael Chance, die Sopranistin Nancy Argenta oder der Bariton David Thomas.
Die neuesten Veröffentlichungen sind Belshazzar und Solomon. Während das erste ein dramatisch angelegtes Stück ist, das von der Niederlage des Babylonierkönigs Belsazar gegen den Perser Cyrus erzählt - in einer spannenden Rezitativ-Szene sagt der Prophet Daniel Belsazar das Ende des Reiches voraus -, ist Solomon dagegen von kontemplativerer Natur und beschäftigt die Chöre vornehmlich, um Gott zu preisen - ein eher festlich-erbauliches Stück.
Die Maulbronner leisten gute, solide Arbeit. Sehr angenehm fällt auf, dass Jürgen Budday nicht der oft gehörten Neigung erliegt, Händel mit möglichst schnellen Tempi auf Spannung zu bringen. Er geht die Musik ruhig an und arbeitet die Energie durch sorgfältige Artikulation heraus. Die Musiker aus Hannover - das Orchester spielt in beiden Oratorien - sind ihm dabei zuverlässige Begleiter. Sehr schön auch die Solisten, wie Nancy Argenta in Solomon oder ihre Kollegin Miriam Allan in Belshazzar.

Laszlo Molnar, Das Orchester 01/2006

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