HÄNDEL

Hä ndel

Georg Friedrich Händel

Komponist
Lebenszeit: 1685 - 1759
Länder: Deutschland und England
Musikepoche » Barock
G. Fr. Händel · BelshazzarG. Fr. Händel · Belshazzar
Georg Friedrich Händel:
B E L S H A Z Z A R
Das englische Oratorium HWV 61
in historischer Aufführungspraxis
mit Miriam Allan (Sopran), Michael Chance (Countertenor),
Patrick van Goethem (Countertenor), Mark Le Brocq (Tenor),
André Morsch (Bass), Hannoversche Hofkapelle
und dem Maulbronner Kammerchor
Künstl. Leitung: Jürgen Budday
Ein Konzertmitschnitt aus der Kirche des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn
HD-Aufnahme · DDD · Doppel-Album · ca. 150 Minuten
2 CD
EUR 33,00SpotifyApple MusicAmazon.deTIDALiTunes MasteredFor...Prime Phonic HDHDtracksQobuz HDReview

Energie durch sorgfältige Artikulation

Es sind zumeist die kleinen Labels, die heutzutage interessante und engagierte Neuproduktionen hervorbringen. Die K&K Verlangsanstalt, ein in verschiedenen Medien tätiger Verlag, gibt auch mehrere CD-Reihen heraus. Eine davon, die "Edition Kloster Maulbronn", ist den Konzerten gewidmet, die seit 1968 regelmäßig in der mittelalterlichen Klosteranlage in der Nähe von Pforzheim abgehalten werden.
Der künstlerische Leiter der Maulbronner Konzerte, Jürgen Budday, hat in den vergangenen Jahren einen Schwerpunkt auf die großen englischen Oratorien Georg Friedrich Händels gelegt, mit denen der Komponist nach seiner letzten italienischen Oper Dedamia von 1741 eine neue Laufbahn begann. Es enstanden auch heute noch so beliebte Werke wie Jephta, Saul, Belshazzar oder Semele, den Welterfolg Messiah nicht zu vergessen.
Wegen ihren aufwändigen Besetzungen, in denen der Chor immer eine zentrale Rolle spielt, haben es diese Oratorien weder im Konzertbetrieb noch auf der CD leicht. Immerhin aber haben, als die Aufnahmezeiten noch golden waren, Nikolaus Harnoncourt und John Eliot Gardiner wichtige und maßstabsetzende Produktionen aufnehmen und veröffentlichen können. In Maulbronn kann man das machen, denn als Basis steht mit dem Maulbronner Kammerchor ein engagiertes semi-professionelles Ensemble zur Verfügung, das gute Musik macht und wenig Kosten verursacht. Als Orchester sind verschiedene Ensembles auf Originalinstrumenten dabei, darunter Musica Florea aus Prag, die Hannoversche Hofkapelle und ein eigenes Ensemble, das Barockorchester Maulbronn. Was auffällt, ist die Besetzung der Solopartien mit einigen Sängerinnen und Sängern, die als Stars der Barock-Szene bekannt sind, etwa der Kontratenor Michael Chance, die Sopranistin Nancy Argenta oder der Bariton David Thomas. Die neuesten Veröffentlichungen sind Belshazzar und Solomon. Während das erste ein dramatisch angelegtes Stück ist, das von der Niederlage des Babylonierkönigs Belsazar gegen den Perser Cyrus erzählt - in einer spannenden Rezitativ-Szene sagt der Prophet Daniel Belsazar das Ende des Reiches voraus -, ist Solomon dagegen von kontemplativerer Natur und beschäftigt die Chöre vornehmlich, um Gott zu preisen - ein eher festlich-erbauliches Stück.
Die Maulbronner leisten gute, solide Arbeit. Sehr angenehm fällt auf, dass Jürgen Budday nicht der oft gehörten Neigung erliegt, Händel mit möglichst schnellen Tempi auf Spannung zu bringen. Er geht die Musik ruhig an und arbeitet die Energie durch sorgfältige Artikulation heraus. Die Musiker aus Hannover - das Orchester spielt in beiden Oratorien - sind ihm dabei zuverlässige Begleiter. Sehr schön auch die Solisten, wie Nancy Argenta in Solomon oder ihre Kollegin Miriam Allan in Belshazzar.

Laszlo Molnar in der Fachzeitschrift 'Das Orchester', Ausgabe 01/2006

Review

eine Perle nicht nur für Händel-Liebhaber...

Nun ist der sechste Streich der Händel-Oratorien-Serie im unverwechselbaren K&K-Design erschienen, der wiederum die eindrückliche akustische Umgebung der Klosterkirche minutiös abbildet und die enormen interpretatorischen Qualitäten des Jürgen Budday erneut unterstreicht... Ein spätbarockes Fest und eine Perle nicht nur für Händel-Liebhaber...

Inho Wackenhut in Scala, Juli 2005

Review

HI-RES AUDIO

Diese Publikation wurde von Qobuz mit dem HI-RES AUDIO ausgezeichnet

November 2013

G. Fr. Händel · JephthaG. Fr. Händel · Jephtha
Georg Friedrich Händel
Jephtha
Oratorium in 3 Akten in englischer Originalsprache und historischer Aufführungspraxis
mit Emma Kirkby, Melinda Paulsen,
Charles Humphries, Julian Podger, Stephen Varcoe
Maulbronner Kammerchor und dem Barockorchester der Klosterkonzerte
Künstlerische Leitung: Jürgen Budday
Ein Konzertmitschnitt aus der Kirche des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn
DDD · Doppel-Album · ca. 150 Minuten
2 CD
EUR 33,00SpotifyiTunes Apple MusicReview

Erstklassig

Händels leztes Oratorium macht in diesem Live-Mitschnitt eine erstklassige Figur. Engagiert, ohne Umwege wird das Drama erzählt. Besonders hervorzuheben sind die konsequente Anwendung der historisierenden Aufführungspraxis und das durchgängig hohe Niveau der Sänger.

FonoForum

Review

Dieser Livemitschnitt atmet die Stimmung des Raumes

Der CD-Tip: G.F. HÄNDEL 'JEPHTHA' - Die K&K Verlagsanstalt in Landau-Mörzheim ist um bestechende Programmideen selten verlegen
Eine neue Edition bietet ausgewählte Mitschnitte aus den mittelalterlichen Mauern des Klosters Maulbronn im Salzachtal. Erste Folge des 'Edition Kloster Maulbronn' ist nun eine Doppel-CD mit Händels letztem großen Oratorium 'Jephtha' von 1751.
Der Livemitschnitt unter der Leitung des Chefs der Klosterkonzerte, Jürgen Budday, atmet die Stimmung des ungewöhnlichen Raums. Historisch-aufführungspraktische Sorgfalt kennzeichnet die Aufnahme insgesamt ebenso wie ein federleicht artikulierender Maulbronner Kammerchor, und auch das Orchester der Klosterkonzerte geht mit viel stilistischer Versiertheit und gleichzeitig der nötigen Portion opernhafter Subjektivität ans alttestamentarische Werk. Ausgezeichnet die (teilweise ausgesprochen prominenten) Solisten: Emma Kirkbys sonniger Sopran, Melinda Paulsen (Mezzo), der perlende Altus von Charles Humphries, Julian Podger in der Titelpartie mit spezifisch britischer Tenor-Autorität und Stephen Varcoes leicht anspringender Bass. Für kommenden Herbst ist in der Maulbronn Edition die Veröffentlichung von Händels 'Samson' geplant.

Kulturmagazin Meier

Review

Die CD-Edition beginnt mit einem Paukenschlag

ERGREIFENDES MUSIKDRAMA AN HISTORISCHER STÄTTE - Händels letztes Oratorium "Jephtha" in einem Livemitschnitt aus dem Kloster Maulbronn
Unter Leitung von Jürgen Budday Händels letztes Oratorium "Jephtha", dessen Komposition von der fortschreitenden Erblindung des Komponisten überschattet war, ist ein Musikdrama von ergreifender Größe; ein Werk, das sozusagen die biblische Variante des Idomeneo-Stoffes aufgreift und dabei Mozarts Oper erreicht, wenn nicht überragt. Das Werk ist seit Nikolaus Harnoncourts epochaler Einspielung Ende der siebziger Jahre mit einem bis dato unerreichten Werner Hollweg in der Titelpartie mehrfach eingespielt worden, wobei Gardiners Göttinger Mitschnitt von 1988 oder die Berliner Gesamtaufnahme unter Marcus Creed für exemplarische Händel-Wiedergaben in historischer Manier einstehen. Die grandiose Leidenschaft und unbedingte Expressivität der Harnoncourt-Aufnahme haben beide aber nicht erreichen können oder wollen.
Die jetzt von der Landau-Mörzheimer K&K Verlagsanstalt aufgelegte Edition Kloster Maulbronn, in der in Zukunft hochrangige Aufführungen der dortigen Klosterkonzerte als CD-Mitschnitte erscheinen werden, beginnt gleichsam als Paukenschlag mit einer weiteren "Jephtha"- Gesamtaufnahme. In zwei Konzerten wurde Ende September vergangenen Jahres die Wiedergabe von Händels letztem Oratorium unter der Leitung von Jürgen Budday mit dem Maulbronner Klosterchor und dem Barockorchester der Klosterkonzerte mitgeschnitten.
Bei der Einspielung des genialen Spätwerks in der englischen Originalsprache und in historischer Aufführungspraxis mit alten Instrumenten wirken als Solisten so renommierte Sänger wie die englische Sopranistin Emma Kirkby als Iphis, der Countertenor Charles Humphries als Hamor und der Bassist Stephen Varcoe als Zebul (er ist in dieser Rolle auch in der Gardiner-Aufnahme zu hören) mit. Die Titelpartie singt der Tenor Julian Podger, Storge und der Engel werden von Melinda Paulsen gesungen. Auf die Sinfonia zum Erscheinen des Engels wird im übrigen verzichtet.
Die auch klangtechnisch hervorragend gelungene Einspielung dokumentiert den hohen Rang der Maulbronner Klosterkonzerte und liefert in der "Jephtha"-Diskografie eine interessante und hörenswerte Variante, wobei eine gewisse Affinität zu den Deutungen der Gardiner-Aufnahme nicht zu überhören ist. Gerade in der Tempowahl und der Art der erfreulicherweise recht sparsamen Striche schimmert das Vorbild mehr als einmal durch.
Es ist denn auch eine sehr impulsive und lebendig bewegte Wiedergabe mit prägnanter Gestalt, die fast durchweg überzeugt. Einzig das zentrale Stück des ganzen Werks, der Schlußchor des zweiten Teils "How dark o Lord" ist meines Erachtens in allen vier Teilen im Tempo denn doch etwas zu breit und schwerfällig geraten.

Dr. Karl-Georg Berg, DIE RHEINPFALZ

G. Fr. Händel · JephthaG. Fr. Händel · Jephtha
Georg Friedrich Händel:
J E P H T H A
Gesamtaufnahme des englischen Oratoriums HWV 70
in historischer Aufführungspraxis
mit Kirsten Blaise (Sopran), Annelie Sophie Müller (Mezzosopran),
David Allsopp (Altus, Countertenor), Benjamin Hulett (Tenor),
Simon Bailey (Bass), Ensemble il capriccio (Barockorchester),
Maulbronner Kammerchor
Künstl. Leitung: Jürgen Budday.
Ein Konzertmitschnitt aus der Kirche des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn
HD-Aufnahme · DDD · Doppel-Album · ca. 163 Minuten (2h:43m)
2 CD
EUR 33,00SpotifyDeezerApple MusicAmazon.deiTunesTidalPrime PhonicPresto Classical HDReview

Interessante Interpretation und glänzende Sängerbesetzung

Eine interessante Interpretation und eine glänzende Sängerbesetzung stehen hinter dieser Einspielung von Händels Oratorium Jephtha. Es handelt sich um einen Livemitschnitt der Maulbronner Klosterkonzerte unter der Leitung von Jürgen Budday, mit dem Maulbronner Kammerchor und dem Ensemble Il Capriccio... Jürgen Budday gelingen an bestimmten Stellen interessante Effekte, wie man sie in vielen Einspielungen nicht zu hören bekommt. Als Storge ist Annelie Sophie Müller zu hören, die u. a. in ihrer Arie "Sweet as sight to the blind" das dunkle Timbre ihrer Mezzosopranstimme mit all ihrer Beweglichkeit unter Beweis stellt, jedoch stets den Grundton der besorgten Mutter beibehält... Simon Bailey als Zebul ist ein säbelrasselnder Baß, dem es an standhafter Rüstigkeit und Kampfesfreude in der Stimme nicht mangeln läßt. Bereits seine Eröffnungsphrase "1t must be so" nimmt die gesamte Fatalität der Handlung vorweg. Auch Simon Hulett als Jephtha trifft in seinem Konflikt als Vater und Diener Gottes den richtigen Ton: schwungvoll erklingt seine Arie "His mighty arm, with sud den blow - Der Feinde Mut und stolze Pracht zerschlägt der Herr mit jäher Macht"... Es überrascht insbesondere Iphis' (Kirsten Blaise) Arie "Happy they". Hier läßt Händel seine Vorliebe zur griechischen Antike durchschimmern. Der Gesang wirkt archaisch und der altgriechischen Monodie vertraut, wie man sie im 18. Jahrhundert im Kreise der Arkadier vermutete, deren Einfluß Händels Schaffen ein Leben lang prägte. So erklingt diese Szene, die Iphis' Opfertod zum Thema hat, in einem eindrücklichen antiken Gewand, wohl vor allem, um Distanz zur im Kern christlichen Botschaft des Oratoriums zu schaffen. Vielleicht ist dies sogar der Höhepunkt der Aufnahme...

D. Rilling in Operapoint, Heft 02/2014 (Magazin für Oper und Konzert)

G. Fr. Händel · JoshuaG. Fr. Händel · Joshua
Georg Friedrich Händel:
J O S H U A
Ungekürzte Fassung von 1748 des Oratoriums HWV 64
in englischer Sprache und historischer Aufführungspraxis
mit Miriam Allan (Sopran), David Allsopp (Countertenor),
Mark Le Brocq (Tenor), James Rutherford (Bass),
Hannoversche Hofkapelle und dem Maulbronner Kammerchor
Künstlerische Leitung: Jürgen Budday
Ein Konzertmitschnitt aus der Kirche des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn
HD-Aufnahme · DDD · Doppel-Album · ca. 140 Minuten
2 CD
EUR 33,00SpotifyGoogle PlayApple MusicAmazon Musik IAmazon Musik IIiTunes MasteredFor...Prime Phonic HDReview

***** Unique

A unique interpretation of a baroque master piece.

Ein Hörer bei YouTube

Review

***** Absolute Referenz, besser gehts nicht!

In perfekter Dramaturgie und bester Klangqualität, intensiv und effektvoll umgesetzt von Meistern ihres Fachs, erhält dieses wohl zu Unrecht wenig bekannte Oratorium Händels nun endlich den Stellenwert, den es verdient. Ein jedermann bekannter Auszug aus diesem Oratorium ist das berühmte Adventslied "Tochter Zion" - eine abgewandelte Version des Chorstücks "See the conqu'ring hero comes" im dritten Akt (das sei nur als bekanntes Beispiel für diejenigen erwähnt, die mit dem Titel "Joshua" nichts anfangen können). Tatsächlich ist das Werke in seiner Gesamtheit unglaublich abwechslungsreich und spannend... Wer also die Kraft und Atmosphäre Händelscher Musik intensiv erleben will, hat hier die beste Möglichkeit dazu. Diese Doppel-CD ist absolute Referenz. Besser gehts nicht!

Michael B. Maierhöfer bei Amazon.de

G. Fr. Händel · Judas MaccabäusG. Fr. Händel · Judas Maccabäus
Georg Friedrich Händel:
JUDAS MACCABÄUS
Oratorium HWV 63 in 3 Akten in englischer Originalsprache
und historischer Aufführungspraxis
mit Sinéad Pratschke (Sopran), Catherine King (Mezzo-Sopran),
Charles Humphries (Countertenor), Mark Le Brocq (Tenor),
Christopher Purves (Bass), Musica Florea Prag und dem Maulbronner Kammerchor
Künstlerische Leitung: Jürgen Budday
Ein Konzertmitschnitt aus der Kirche des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn
HD-Aufnahme · DDD · Doppel-Album · ca. 150 Minuten
2 CD
EUR 33,00SpotifyDeezerApple MusicTIDALiTunes MasteredFor...Qobuz HDeClassicalPresto Classical HDReview

Lebendiges Musizieren, brillanter Klang

Händels "Judas Maccabäus" in der Edition Kloster Maulbronn als Live-Mitschnitt aus der Klosterkirche
Im sechsten Teil der Händel-Oratorienreihe unter dem Motto "Führergestalten des Alten Testamentes" erklang im September 2000 der "Judas Maccabäus" bei den Klosterkonzerten in Maulbronn. Wie nach den Eindrücken der Händel-Aufführungen in der Klosterkirche nicht anders zu erwarten war, bot Jürgen Budday mit seinem Maulbronner Kammerchor wieder eine stilistisch hochkompetente und ausdrucksvoll gestaltete Wiedergabe. Erfreulicherweise liegt nach 'Jephtha' und 'Samson' nun auch diese unbedingt konkurrenzfähige Wiedergabe im Rahmen der ausgesprochen verdienstvollen 'Edition Kloster Maulbronn' der Mörzheimer K&K Verlagsanstalt auf zwei CD's vor.
Die vorzügliche Aufnahmetechnik in 2-Track-Stereo DDD führt dabei nicht nur zu einem authentischen Klangeindruck aus der Klosterkirche. Sie ist zugleich von dergestalt bestechender Brillanz, dass das Hören am heimischen Player ein erlesenes Vergnügen bereitet. Jürgen Budday bietet abermals eine lebendig pulsierende Interpretation in historischer Aufführungspraxis. Der bewegliche Duktus und große gesanglichen Atem des Musizierens bringen die Affekte ohne aufgesetzte Kraftentfaltung höchst anmutig zur Wirkung. Ein ebenso eleganter wie empfindsamer Händel von eminentem Reiz...

Dr. Karl Georg Berg, Die Rheinpfalz

Review

***** Eine pulsierende Interpretation

Diese Doppel-CD dokumentiert eine lebendig pulsierende Interpretation in historischer Aufführungspraxis von eminentem Reiz. Der Maulbronner Kammerchor überzeugt durch schlanke Tongebung, einen homogenen Klang und differenzierte dynamische Abstufungen. Die Jubelgesänge haben Fülle und Feuer, die Klangchöre expressiven Nachdruck. Auch das Barockorchester Musica florea Prag präsentiert sich als versierter, weich klingender und geschmeidig musizierender Klangkörper. Wie bei den anderen Maulbronner Händel-Aufnahmen sind auch diesmal exzellente Solisten zu hören. Durch berückend feinsinnige Stimmführung und die bestechende Leuchtkraft ihrer Stimme setzt sich besonders die Sopranistin Sinéad Pratschke nachhaltig in Szene, doch auch die Mezzosopranistin Catherine King gefällt durch ebenmäßige Gesangslinien. Auch Charles Humphries bewährt sich durch ausgefeilte Stilistik als erstklassiger Vertreter der englischen Schule. In der Titelpartie wirkt Mark LeBrocq als lyrischer Tenor von hoher Beweglichkeit und prägnanter Diktion mit. Mit einer wohllautenden und ebenso kraft- wie klangvoll eingesetzten Bassstimme lässt Christopher Purves als Simon aufhorchen.
Die vorzügliche Aufnahmetechnik führt bei dieser Doppel-CD nicht nur zu einem authentischen Klangeindruck aus der Klosterkirche, sie ist zugleich von dergestalt bestechender Brillanz, dass das Hören am heimischen Player ein erlesenes Vergnügen bereitet.

Ein Käufer bei Amazon.de

G. Fr. Händel · Messiah (Messias)G. Fr. Händel · Messiah (Messias)
Georg Friedrich Händel:
M E S S I A H (Messias)
Gesamtaufnahme in englischer Originalsprache und historischer Aufführungspraxis
mit Miriam Allan, Michael Chance,
Mark Le Brocq, Christopher Purves,
Hannoversche Hofkapelle, Maulbronner Kammerchor
Künstlerische Leitung: Jürgen Budday
Ein Konzertmitschnitt aus der Kirche des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn
HD-Aufnahme · DDD · Doppel-Album · ca. 140 Minuten
2 CD
EUR 33,00SpotifyDeezerGoogle PlayApple MusicAmazon DownloadsiTunes MasteredFor...eClassical HDQobuz HDPresto Classical HDPrime Phonic HDReview

***** Kaum zu übertreffen

Ich höre gerade die Aufnahme und bin begeistert. Es stimmt einfach alles, Interpretation, Stimmen, Aufnahmetechnik! Diese CD ist für alle Messias-Liebhaber ein Muss!

Hans-Uwe Denecke bei Amazon.de

Review

***** A rich Messiah of unusually strong Impact

They produced in the hands of conductor Jürgen Budday a rich Messiah of unusually strong impact... aided by fine live engineering in the impressive, sonically clear spaces of Germany's Maulbronn Monastery...

James Manheim, All Music Guide USA

Review

***** Ein graziler und spannungsreicher Messias

In Händels Original führt Budday die schönen Linien und grossen Bögen expressiv und gradlinig und bewahrt durch eine mit Akrebie betriebene dynamische Differenzierung im Detail vor plakativer Schönheit. Mit einem schlank agierenden und ganz der Diktion Händelscher Klangfarbe nachspürenden Solisten- und Instrumentalensemble und seinem makellos musizierenden Chor gelingt ein sehr graziler, schnörkelloser, spannungsreicher Messias.

Christiane Franke in Neue Chorzeit
Zeitschrift des deutschen Chorverbandes

Review

***** Superlative

I've heard many, many versions of "Messiah" in my short 27 years, and this is by far the best. One need only listen to the "Hallelujah Chorus" to appreciate this recording - it is at once intimate and majestic. The restraint that the choir demonstrates in the beginning is remarkable, considering that that chorus is normally an unwieldy, overwhelming, incomprehensible mess. It's not lacking for majesty and bombast, but it's there at appropriate places.

'Dweeb' bei Amazon.com

G. Fr. Händel · SamsonG. Fr. Händel · Samson
Georg Friedrich Händel:
S A M S O N
Oratorium in 3 Akten in englischer Originalsprache
und historischer Aufführungspraxis
mit Sinéad Pratschke, Michael Chance,
Mark Le Brocq, Raimund Nolte, David Thomas,
Maulbronner Kammerchor, Barockorchester der Klosterkonzerte
Künstlerische Leitung: Jürgen Budday
Ein Konzertmitschnitt aus der Kirche des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn
DDD · Doppel-Album · ca. 150 Minuten
2 CD
EUR 33,00SpotifyDeezerGoogle PlayApple MusicAmazon.deiTunesTIDALReview

Konsequente historische Aufführungspraxis

HÄNDELS GLANZ IM KLOSTER - Seit 1968 gibt es nun schon die Maulbronner Klosterkonzerte. Im Zentrum der Arbeit von Jürgen Budday, der sowohl Leiter des Maulbronner Kammerchores ist als auch die Verantwortung für die Gesamtkonzeption der Konzertreihe trägt, steht dabei u.a. die Beschäftigung mit dem alttestamentarischen Oratorienwerk von Georg Friedrich Händel. Budday setzt dabei konsequent auf historische Aufführungspraxis. Mit Erfolg: Das Barockorchester der Klosterkonzerte musiziert durchsichtig und mit viel Klangbewußtsein, dazu kommt ein sehr bewegliches Continuo, welches das dramatische Geschehen rhythmisch unterstützt. Glanzpunkte dieser Aufnahme sind auch die Chorsätze: Homogener und klarer artikulierende Chöre als dieser sind schwer zu finden. Dazu kommt eine illustre Solistenequipe mit Michael Chance als überragender Kontratenor...

Stuttgarter Zeitung

Review

Exclusive Akustik und berückend schönes Musizieren

AUTHENTISCH - Der zweite 'Teil der Händel-Reihe in der 'Edition Kloster Maulbronn' der Landauer K&K Verlagsanstalt ist nach 'Jephtha' nun dem unmittelbar nach dem 'Messias' entstandenen Oratorium 'Samson' gewidmet.
Wieder handelt es sich um Live-Mittschnitte zweier Konzerte (am 25. und 26. September 1999) aus der einzigen vollständig erhaltenen Klosteranlage nördlich der Alpen und wieder verbindet sich die exclusive Akkustik der Klosterkirche mit einer ambitioniert-historisierenden Wiedergabe durch den schlanken, ungemein beweglichen Maulbronner Kammerchor und das fabelhafte Barockorchester der Klosterkonzerte unter der befeuernden Leitung des Spiritus rector Jürgen Budday. Schon in der Ouvertüre lassen die abgerissenen Punktierungen alla franchese in ihrer abgerissenen Schroffheit aufhorchen - ein gar nicht pompöses 'Pomposo', später zeigen die geschickten Naturhörner, die alten Oboen und die Streichergruppe, dass man auch auf historischen Instrumenten berückend schön musizieren kann (Manoahs Arie im 3. Akt).
Budday geht es um Eloquenz in jedem Augenblick, die Rezitative werden unbedingt textbezogen, die Chöre ungewöhnlich beredt ausgestaltet und mit dem Mut zur Sujektivität in Dynamik und Tempo auf ihren dramatischen Gehalt hin abgeklopft. Möglich auch, dass einem da manches (Chor Nr. 5) etwas exzentrisch vorkommen mag. Originell und über weite Strecken begeisternd ist dieser Händel allemal, wozu auch die Solistenriege das ihre beiträgt: voran Weltklasse-Altus Michael Chance (Micah), aber auch der Tenor Marc LeBrocq als feinsinniger Titelheld und der noble Bariton von Raimund Nolte als Samsons Vater Manoah.

Ingo Wackenhut, Kulturmagazin Scala

G. Fr. Händel · SaulG. Fr. Händel · Saul
Georg Friedrich Händel:
S A U L
Oratorium in 3 Akten in englischer Originalsprache und historischer Aufführungspraxis
mit Nancy Argenta (Sopran), Laurie Reviol (Sopran),
Michael Chance (Countertenor), Mark Le Brocq (Tenor),
Michael Berner (Tenor), Stephen Varcoe (Bass), Steffen Balbach (Bass),
Hannoversche Hofkapelle, Maulbronner Kammerchor
Künstlerische Leitung: Jürgen Budday
Ein Konzertmitschnitt aus der Kirche des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn
HD-Aufnahme · DDD · Doppel-Album · ca. 150 Minuten
2 CD
EUR 33,00SpotifyDeezerApple MusicTIDALiTunes MasteredFor...Qobuz HDeClassical HDPresto Classical HDHDtracksPrime Phonic HDReview

Die Erfülltheit von Wohlklang

Zum Finale der Maulbronner Klosterkonzerte mit Händel's 'Saul' - Es ist noch nicht allzu lange her, da konnte man die großem Oratorien Händels in Stuttgart hören - etwa auf den Musikfesten der Bachakademie oder bei den Festtagen Alter Musik. Vielleicht hat ein etwas zentralistisches Musikverständnis dazu beigetragen, dass man die Gesamtaufführung sämtlicher Oratorien im Kloster Maulbronn eher am Rande wahrgenommen hat. Künstlerische Kategorien, so jedenfalls der Eindruck vom Beschluss der diesjährigen Klosterkonzerte mit Händels "Saul", können es kaum gewesen sein. Das lag nicht nur an der Ausgeglichenheit und Strahlkraft des Maulbronner Kammerchors, der unter der Leitung von Jürgen Budday zu einer der führenden Chorvereinigungen seiner Art herangewachsen ist. Gestützt von der solide agierenden: Hannoverschen Hofkapelle erlebte man insbesonders erstrangige Solisten, wie Laurice Reviol (Sopran), Stephen Varcoe (Tenor) sowie Marc LeBrocq (Tenor). Allein - ähnlich wundersam wie Davids Überleben bei der Kontroverse mit Saul - es gab da noch zwei Stimmen, deren Auftreten allein bereits ein Ereignis darstellte: Nancy Argenta und Michael Chance.
Während Erstere in der Rolle der Michal konziseste Melodielinien samt feinziseliertesten Verzierungen hören ließ, verströmte der Countertenor Michael Chance Töne mit jener singulären Erfülltheit von Wohlklang, welcher sich allein in einem Raum wie der Maulbronner Klosterkirche zu entfalten vermag.

Hermann Wilske in den Stuttgarter Nachrichten

Review

Genüsslich ausgeziert und farbenreich

Händels 'Saul': Drama aus dem Kloster - Im Gegensatz zu den Opern hatte Händel in seinen Oratorien einen Faible für das Alte Testament. Die Geschichte von Saul und David steht folgerichtig im Zentrum eines der ersten großen Oratorien nach Händels teilweisen Rückzug von der Opernbühne. Sauls Eifersucht auf den jungen Hirten David, dessen enge Freundschaft mit Sauls Sohn Jonathan, des Königs zunehmender Wahnwitz inklusive des Besuchs bei einer Hexe und des Propheten Samuels Erscheinung waren Motive, die der Komponist bis zum Rande dramatisch aufladen konnte.
In der feinen Reihe der Maulbronner Klosterkonzerte folgt 'Saul' nun Samson, Judas Maccabäus und Jephta und hat als bemerkenswertesten Aktivposten die Hannoversche Hofkapelle aufzubieten. Unter Jürgen Buddays Leitung wird genüsslich ausgeziert, beinahe improvisatorisch agiert, mit dezent angeschärftem Klang und einem Farbenreichtum, der in die Romantik weist, ohne den Boden historischer Spielweise zu verlassen. Famose Basis für den (unter Live-Bedingungen erstaunlich) sattelfesten Maulbronner Kammerchor und eine Lesart, die Sauls Opernnähe unbedingt mitbedenkt. Einwandfrei bis vorzüglich die Solisten: Voran der prominente Altus Michael Chance als recht reifer David, die agilen Soprane Nancy Argenta (Michal) und Laurie Reviol (Merab), der höhenleichte Tenor Marc LeBrocq als Jonathan und Stephen Varcoe in der 'Titelrolle' mit eher balsamischen als dramatischen Tönen.

Ingo Wackenhut im Kulturmagazin SCALA

Review

Mit Detailtreue und flüssigem Gestus

SAUL FÜR SILBERLINGE - Die K&K Verlagsanstalt hat es sich in ihrer CD-Edition 'Kloster Maulbronn' zu Aufgabe gemacht, herausragende Konzertereignisse bei den weithin ausstrahlenden Klosterkonzerten, die alljährlich an diesem historischen Ort stattfinden, auf Tonträger zu dokumentieren. Nun liegen zwei neue Einspielungen vor. Sie bringen aus dem vergangenen Jahr die Mitschnitte eines Konzerts vom 27. Mai mit dem Wolfgang Bauer Consort, das in überaus frischen und virtuosen Wiedergaben Werke von Bach, Torelli, Stradella und Bernhard Krol musiziert, und eines vom 14. September mit der von Pawel Przytocki dirigierten Capella Istropolitana, bei dem der Pianist Christoph Soldan zwei Klavierkonzerte von Mozart (G-Dur und A-Dur) spielt. Auch dieser klangtechnisch sehr gut gelungene Mitschnitt dokumentiert ein lebendiges und impulsives Musizieren.
Am Wochenende wurde das Abschlusskonzert der diesjährigen Klosterkonzerte Maulbronn in der Klosterkirche aufgezeichnet. Jürgen Budday, künstlerischer Leiter der Klosterkonzerte, setzte mit dem 'Saul' einen Zyklus mit den großen Händel-Oratorien fort. Es war der siebte Teil der Reihe, aus der 'Jephtha', 'Samson' und 'Judas Maccabäus' in der 'Edition Kloster Maulbronn' auf CD vorliegen.
Jürgen Buddays Einstudierung setzte interpretatorisch die eindrucksvolle Linie der Maulbronner Händel-Konzerte fort. Der Maulbronner Kammerchor bewährte sich erneut als transparent im Klang und klar in der Diktion agierendes Ensemble, das mit Sicherheit und Homogenität seinen Part bewältigte. Insbesondere in den Klagechören des dritten Aktes gelang hoch expressive und weit ausschwingende Darstellung.
Zum ersten Mal übernahm die Hannoversche Hofkapelle in Maulbronn den Orchesterpart: ein eminent virtuos und ausgeglichen musizierender Klangkörper, der erste Musiker der europäischen Alte-Musik-Szene vereint.
Beste Voraussetzungen für eine durch ihre schlüssige Formdisposition und ihr überlegtes Maß einnehmende Wiedergabe, die ohne Exzentrik Händels Musik mit Detailtreue und flüssigem Gestus zu ihren Recht kommen ließ. Insbesondere die lyrischen Momente machten große Wirkung.
Es war auch in diesem Jahr wieder gelungen, 'Stars' im Barockgesang in die historische Klosteranlage zu holen. Stephen Varcoe sang dabei einen hoch kultivierten König Saul und ließ die rasenden Affekte des neiderfüllten Königs ganz aus Händels Tönen und eben nicht aus quasi theatralischer Attitüde zur Geltung kommen. Michael Chance faszinierte einmal mehr als Barockstilist von Gnaden in den Gesängen des Davids. Nancy Argenta gab der Partie der Michal durch die ausgefeilte Art und scheinbare schwerelose Leichtigkeit ihres Singens eine überaus anmutige Gestalt, während Laurie Reviol als Merab durch die rhythmische Impulsivität und schillernde Beweglichkeit ihres Gesang Akzente setzte. Der Tenor Mark LeBrocq machte als Jonathan durch die geglückte Verbindung von stimmlichem Wohllaut und Beredsamkeit im Ausdruck auf sich aufmerksam.

Dr. Karl Georg Berg, DIE RHEINPFALZ

G. Fr. Händel · SolomonG. Fr. Händel · Solomon
Georg Friedrich Händel:
S O L O M O N
Oratorium in 3 Akten in englischer Originalsprache
und historischer Aufführungspraxis
mit Nancy Argenta, Laurie Reviol, Michael Chance, Julian Podger, Steffen Balbach,
Hannoversche Hofkapelle, Maulbronner Kammerchor.
Künstlerische Leitung: Jürgen Budday
Ein Konzertmitschnitt aus der Kirche des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn
HD-Aufnahme · DDD · Doppel-Album · Spielzeit: ca. 150 Minuten
2 CD
EUR 33,00SpotifyDeezerApple MusicAmazon.deiTunes MasteredFor...Qobuz HDeClassical HDHDtracksPresto Classical HDPrime Phonic HDReview

***** WOW

Ist klar, so ne Rezension ist natürlich subjektiv, aber wiedergegeben über meine Anlage ist sowas natürlich eine Offenbarung, sauber abgemischt (der Toningenieur hat sein Soundboard im Griff!!!). Was will man mehr???

'PMG' bei Amazon.de (Verifizierter Käufer der Audio-CD)

Review

Energie durch sorgfältige Artikulation

Es sind zumeist die kleinen Labels, die heutzutage interessante und engagierte Neuproduktionen hervorbringen. Die K&K Verlangsanstalt, ein in verschiedenen Medien tätiger Verlag, gibt auch mehrere CD-Reihen heraus. Eine davon, die "Edition Kloster Maulbronn", ist den Konzerten gewidmet, die seit 1968 regelmäßig in der mittelalterlichen Klosteranlage in der Nähe von Pforzheim abgehalten werden.
Der künstlerische Leiter der Maulbronner Konzerte, Jürgen Budday, hat in den vergangenen Jahren einen Schwerpunkt auf die großen englischen Oratorien Georg Friedrich Händels gelegt, mit denen der Komponist nach seiner letzten italienischen Oper Dedamia von 1741 eine neue Laufbahn begann. Es enstanden auch heute noch so beliebte Werke wie Jephta, Saul, Belshazzar oder Semele, den Welterfolg Messiah nicht zu vergessen.
Wegen ihren aufwändigen Besetzungen, in denen der Chor immer eine zentrale Rolle spielt, haben es diese Oratorien weder im Konzertbetrieb noch auf der CD leicht. Immerhin aber haben, als die Aufnahmezeiten noch golden waren, Nikolaus Harnoncourt und John Eliot Gardiner wichtige und maßstabsetzende Produktionen aufnehmen und veröffentlichen können. In Maulbronn kann man das machen, denn als Basis steht mit dem Maulbronner Kammerchor ein engagiertes semi-professionelles Ensemble zur Verfügung, das gute Musik macht und wenig Kosten verursacht. Als Orchester sind verschiedene Ensembles auf Originalinstrumenten dabei, darunter Musica Florea aus Prag, die Hannoversche Hofkapelle und ein eigenes Ensemble, das Barockorchester Maulbronn. Was auffällt, ist die Besetzung der Solopartien mit einigen Sängerinnen und Sängern, die als Stars der Barock-Szene bekannt sind, etwa der Kontratenor Michael Chance, die Sopranistin Nancy Argenta oder der Bariton David Thomas.
Die neuesten Veröffentlichungen sind Belshazzar und Solomon. Während das erste ein dramatisch angelegtes Stück ist, das von der Niederlage des Babylonierkönigs Belsazar gegen den Perser Cyrus erzählt - in einer spannenden Rezitativ-Szene sagt der Prophet Daniel Belsazar das Ende des Reiches voraus -, ist Solomon dagegen von kontemplativerer Natur und beschäftigt die Chöre vornehmlich, um Gott zu preisen - ein eher festlich-erbauliches Stück.
Die Maulbronner leisten gute, solide Arbeit. Sehr angenehm fällt auf, dass Jürgen Budday nicht der oft gehörten Neigung erliegt, Händel mit möglichst schnellen Tempi auf Spannung zu bringen. Er geht die Musik ruhig an und arbeitet die Energie durch sorgfältige Artikulation heraus. Die Musiker aus Hannover - das Orchester spielt in beiden Oratorien - sind ihm dabei zuverlässige Begleiter. Sehr schön auch die Solisten, wie Nancy Argenta in Solomon oder ihre Kollegin Miriam Allan in Belshazzar.

Laszlo Molnar, Das Orchester 01/2006

HÄNDEL: JoshuaHÄNDEL: Joshua
Georg Friedrich Händel:
J O S H U A
Ungekürzte Fassung von 1748 des Oratoriums HWV 64
in englischer Sprache und historischer Aufführungspraxis
mit Miriam Allan (Sopran), David Allsopp (Countertenor),
Mark Le Brocq (Tenor), James Rutherford (Bass),
Hannoversche Hofkapelle, Maulbronner Kammerchor.
Künstlerische Leitung: Jürgen Budday.
Überarbeitete Originalaufnahme
Ein Konzertmitschnitt aus der Kirche des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn
HD-Aufnahme · DDD · Spielzeit: 2 Stunden 11 Minuten
Digitales Album · 61 Tracks · incl. Booklet
FILES
EUR 9,90SpotifyDeezerApple MusicAmazon.deQobuzPresto Classicali-classicaliTunes MasteredFor...Prime Phonic HDReview

***** Unique

A unique interpretation of a baroque master piece.

Ein Hörer bei YouTube

Review

***** Absolute Referenz, besser gehts nicht!

In perfekter Dramaturgie und bester Klangqualität, intensiv und effektvoll umgesetzt von Meistern ihres Fachs, erhält dieses wohl zu Unrecht wenig bekannte Oratorium Händels nun endlich den Stellenwert, den es verdient. Ein jedermann bekannter Auszug aus diesem Oratorium ist das berühmte Adventslied "Tochter Zion" - eine abgewandelte Version des Chorstücks "See the conqu'ring hero comes" im dritten Akt (das sei nur als bekanntes Beispiel für diejenigen erwähnt, die mit dem Titel "Joshua" nichts anfangen können). Tatsächlich ist das Werke in seiner Gesamtheit unglaublich abwechslungsreich und spannend... Wer also die Kraft und Atmosphäre Händelscher Musik intensiv erleben will, hat hier die beste Möglichkeit dazu. Diese Doppel-CD ist absolute Referenz. Besser gehts nicht!

Michael B. Maierhöfer bei Amazon.de

Mozart/Händel · Der MessiasMozart/Händel · Der Messias
Mozart / Händel:
Der Messias, KV 572
Händels "Messiah" in der deutschen Fassung
von Wolfgang Amadeus Mozart in historischer Aufführungspraxis
mit Marlis Petersen (Sopran), Margot Oitzinger (Alt),
Markus Schäfer (Tenor), Marek Rzepka (Bass),
Maulbronner Kammerchor, Hannoversche Hofkapelle
Künstlerische Leitung: Jürgen Budday
Ein Konzertmitschnitt aus der Kirche des UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn
HD-Aufnahme · DDD · Doppel-Album · ca. 133 Minuten
2 CD
EUR 33,00SpotifyDeezerGoogle PlayApple MusicAmazon.deiTunes MasteredFor...eClassicalPresto ClassicalPrime Phonic HDReview

A superior version of Mozart's unique effort

This is a superior version of Mozart's unique effort, benefiting from the edge of live performance in a sonically spectacular venue. The booklet is helpful, quoting extensively from a detailed eighteenth century essay on Mozart's effort...

All Music Guide USA

Review

Vollendeter Ausdruck

Auch bei Mozart lässt Budday nicht ab von seinem Streben nach einem Mikro-Ausdruck zur Intensivierung Händelscher Expressivität. Doch seine Linien und Bögen fasst er größer, lässt sie vom Ensemble in dezent gestrafftem Tempo schlank und geschmeidig ausmusizieren, gönnt den Solisten Opernformat und stimmt Solisten, Chor und Orchester kontrastreich und fein aufeinander ab. So erzielt er selbst in den gewaltigen Momenten einen vollendeten Ausdruck klangvoller wie expressiver Zartheit. Die Handschrift des Bearbeiters Mozart wird dabei deutlich hörbar.

Christiane Franke in Neue Chorzeit (Zeitschrift des deutschen Chorverbandes)

Review

***** Edelsteine glänzen oft im Verborgenen!

Ich bin zwar eigentlich zu doof für eine musikologisch fundierte Rezension, aber mich ärgert, dass die meisten Einspielungen von Jürgen Budday im Kloster Maulbronn unverdienter Weise ein solches Schattendasein führen. Und gerade dieser Mozart-Händel-Messias mit deutschem Text hat unbedingt eine Rezension verdient. Deshalb will ich hier wenigstens meine subjektiven Eindrücke und Überlegungen dazu wiedergeben.
Vor einigen Tagen habe ich mich wieder einmal in meinen Bestand an Messiah/Messias-Einspielungen vertieft. Und dabei ist mir besonders der hier angebotene Mozart-Messias im Ohr geblieben: wirklich ein dermaßen abgefahrenes „Reading“ der Partitur, dass es geradezu süchtig machen kann. Der Messias hat nämlich seine Tücken: Er steht und fällt bereits in der Exposition mit dem unendlich schmerzvollen „Comfort ye, my people“ und dann dem Übergang zu „Every valley shall be exalted“ (Text des englischen Originals), das unmittelbar aus dem „Comfort ye“ herauswächst und auch wirklich "exalted" sein muss, um zu zünden. D.h. der Solist muss hier einen massiven Stimmungswechsel meistern – schwierig, schwierig. Wenn dieses Eröffnungs-Air misslingt, ist die Stimmung für das ganze Werk versaut (wie ich von missratenen Gegenbeispielen weiß). Um die Erhabenheit und Ergriffenheit des Stückes zu transportieren, muss der Solist die Ergriffenheit von der Größe dieser Passage in sich selbst spüren und resonieren lassen. Und das gelingt dem Tenor hier glänzend. Viele ältere Einspielungen sind mit blasierten Opernsängern, die jede spirituelle Intimität vermissen lassen und das Werk mit ihrem eitlen Vibrato-Gekollere zu Tode gluckern, auf unerträgliche Weise gescheitert. Das ganze alte Zeux mit ausgedienten Opernstars sollte man auf den Mond schießen zur Endlagerung. Oder besser noch zum Jupiter. Soll der sich damit herumschlagen. (Und das gilt wahrlich nicht nur für den Messias, sondern für viele ältere Aufnahmen von Vokalwerken des Barock! Barockspezialisten scheinen bei den Sängern – ebenso wie bei den Instrumentalisten – erst mit der "Renaissance" der Barockmusik in den letzten Jahrzehnten hervorgetreten zu sein.) Und dann das Hallelujah - eine der schwersten Chorpassagen aller Zeiten! Entspricht im Schwierigkeitsgrad für einen zwangsläufig schwerfälligeren Chor ungefähr dem Grad der Rachearie der Königin der Nacht mit ihrem dreifach gestrichenen "f". Auch das gelingt hier fantastisch. Meist hört man es so schrill, dass Orchester und Chor völlig auseinander fallen, bis es in den Ohren schmerzt – hier bilden sie wirklich ein klangliche Einheit, so wie es muss: Bin begeistert! Sorry – muss natürlich heißen: I'm really amused! (Wobei man wohl nicht ausschließen sollte, dass uns Händel, der schließlich auf satztechnischer Ebene einer der fähigsten Komponisten aller Zeiten war, sehr bewusst bis an die Grenzen des den Sängern Machbaren und den Hörern Zumutbaren führt!)
Die umarmenswerten Instrumentalisten der Hannoverschen Hofkapelle spielen auf ihren "period instruments" so begeistert und begeisternd wie immer. Ebenfalls komplett abgefahren und mitreißend – fast schon mit einem neuzeitlichen Groove, um es mit einem modernen Terminus zu umschreiben. Wollte natürlich sagen: Sie spielen mit der Innigkeit und Hingabe, die gerade dieses Werk erfordert, um eine tiefe Resonanz beim Hörer zu bewirken – um wirklich zu berühren.
Eine technischer Hinweis scheint mir noch nötig: Auffällig ist der kräftige Hall aller in Maulbronn aufgenommenen Einspielungen, der sich besonders bei den Solisten auswirkt. Es handelt sich dabei tatsächlich um die originalen räumlichen Gegebenheiten des Klosters und nicht um eine nachträgliche tontechnische Manipulation der Aufnahme, wie man es so häufig bei den Editionen anderer Musiklabels findet!
Courte et bonne: z.Z. die mir liebste Interpretation neben meinen anderen Messias-Einspielungen (die erste habe ich mir vor 100 Jahren gekauft: Karl Richter – ebenfalls mit deutschem Text, meine letzte ist die jüngst erschienene Version von Emmanuelle Haim, die ich ebenfalls empfehlen kann, wenn man an einer englischen Originalversion interessiert ist).

Dr. Vincent Kluwe-Yorck bei Amazon.de

Musica Sacra · De Maria VirgineMusica Sacra · De Maria Virgine
Musica Sacra
De Maria Virgine
Ein A-Cappella-Konzert mit russisch-orthodoxer und europäischer Kirchenmusik
von Mikhail I. Glinka ~ Alexander T. Gretchaninov ~ Stepan A. Degtjarjow ~ Nikolai S. Golovanov ~ Sergei V. Rachmaninoff ~ Alexander A.Arkhangelsky ~ Dmitry S. Bortniansky ~ Modest P. Mussorgsky ~ Antonio Lotti ~ Giuseppe Verdi ~ Anton Bruckner ~ R. Camagno ~ Gottfried A. Homilius ~ Georg Fr. Händel ~ Johann S. Bach ~ Dietrich Buxtehude
Moskauer Akademischen Staatschor · Leitung: Andrej Koshewnikow
Ein Konzertmitschnitt aus der Kirche des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn
HD-Aufnahme · DDD · ca. 77 Minuten
CD
EUR 22,00SpotifyDeezerApple MusicGoogle PlayAmazon.deiTunes MasteredFor...TIDAL StreamingQobuz HDHDtracksPrime Phonic HDReview

Voll differenzierter Klangpracht

Werke von Glinka, Gretschaninow, Rachmaninow, Mussorgski, Bach, Buxtehude, Händel, Mendelssohn, Verdi, Bruckner u.a. kommen durch den gemischten akademischen Moskauer Staatschor meisterhaft zur Aufführung. Es sind getragene, meditative Stücke voll von differenzierter Klangpracht, die man gern an Festtagen oder in stiller Stunde hören mag.

Manufactum

Review

Genussvolle Andacht...

Freunde der russisch-orthodoxen Liturgie-Chormusik freuen sich über "Musica Sacra - De Maria Virgine« (KuK 23)". Die Marien-Gesänge des Moscow State Academic Choir loten mit genussvoller Andacht die Höhe und Tiefe des Aufnahmeraurns aus. Die CD eignet sich gut als Equipment-Tester - und das nicht nur zur Weihnachtszeit...

Winfried Dulisch in Hifi & Records, Ausgabe Dezember 2010

Review

Viel zu gut, um nur an Weihnachten gehört zu werden

Das Produzenten-Team Josef-Stefan Kindler und Andreas Otto Grimminger arbeitet am liebsten in einem Studio, das zum UNESCO-Welterbe gehört: in der Zisterzienser-Abtei Maulbronn. 'Musica Sacra - De Maria Virgine' (KuK Verlangsanstalt 23) ist ein Schmankerl für Fans der russisch-orthodoxen Liturgie-Chormusik. Wer von diesen Marien-Lobgesängen allerdings bassgewaltige Vokal-Artistik erwartet, wird angenehm enttäuscht. Denn der Moscow State Academic Choir lotet - beinahe schon aufreizend unspektakulär - mit kammermusikalischem Einfühlungsvermögen die akustische Reinheit der Kloster-Basilika aus.

Image Hifi Magazin, Ausgabe Januar 2011

Review

Ein beeindruckendes Fundament von tiefen Bass-Stimmen...

... und die sind wirklich tief!
Erneut legen Andreas Otto Grimminger und Josef-Stefan Kindler den Mitschnitt eines Konzertes im Kloster Maulbronn vor. Zu Gast war diesmal der Moskauer Akademische Staatschor, einer der führenden professionellen Chöre Russlands, unter Leitung von Professor Andrej Koshewnikow. Im Zentrum des durchweg a capella gesungenen Programms stand die Verehrung der Gottesmutter Maria; dabei erklangen überwiegend klassische russische Kompositionen, unter anderem von Michail Glinka, Sergej Rachmaninoff, Modest Mussorgski und Alexander Archangelski. So kommen auch die Stimmen der in russischer Gesangstradition ausgebildeten Sänger am besten zur Geltung. Der Chor folgt perfekt dem Dirigat Koshewnikows, vom dezenten Pianissimo bis zum Fortissimo; wobei es für unsere Breiten eher ungewohnt ist, mit welcher Inbrunst (und Lautstärke) diese Sänger sich einbringen. Auch ruht dieser Chor auf einem beeindruckenden Fundament von tiefen Bass-Stimmen - und die sind wirklich tief; solche rabenschwarzen Bässe sind in Mitteleuropa sonst eher nicht zu hören...

ouverture - Der Klassik-Blog

Review

HI-RES AUDIO

Diese Publikation wurde von Qobuz mit dem HI-RES AUDIO ausgezeichnet

März 2012

Royal Christmas: Joy to the WorldRoyal Christmas: Joy to the World
Royal Christmas
Joy to the World
Barocke Weihnacht am englischen Hofe
mit dem Ensemble Nel Dolce
Werke von Henry Purcell (1659-1695), Georg Friedrich Händel (1685-1759),
Nicola Antonio Porpora (1686-1768), Nicola Matteis (1650-1713),
John Dowland (1563-1626), Heinrich Ignaz Franz von Biber (1644-1704),
Gottfried Keller (1650-1704), Pierre Prowo (1697-1757) & Arcangelo Corelli (1653-1713)
Stephanie Buyken (Blockflöten & Gesang) · Olga Piskorz (Violine)
Harm Meiners (Cello) · Flóra Fábri (Cembalo)
Ein Konzertmitschnitt aus dem Schloss Bad Homburg
HD-Aufnahme · DDD · Spielzeit: ca. 60 Minuten
CD
EUR 22,00ReviewReview

Festliche Klassik zur Weihnachtszeit

Bald ist es Weihnachten. Wenn das Fest naht, der erste Schnee fällt und vieles besinnlicher als sonst zugeht, dann entdecken viele Musikfreunde ihre Liebe für klassische Musik. Gerade die richte Zeit für ein Album wie ROYAL CHRISTMAS - JOY TO THE WORLD.
Barocke Musikkultur
Die Idee für das Konzert auf "Joy To The World" orientiert sich am Leben im barocken London. Besonders für das damalige kulturelle Umfeld waren die Einflüsse unterschiedlichster europäischer Stilrichtungen, das Aufeinandertreffen barocker Musiker aus Frankreich, Italien und Deutschland.
Royal Christmas - Joy To The World
Der Konzertmitschnitt aus dem Schloss Bad Homburg hätte sich auch zu damaliger Zeit als Weihnachtskonzert zutragen können. Die Aufführung gewährt unter dem weihnachtlichen Motto einen Einblick in die Musikkultur am englischen Hof der Barockzeit, als in ganz Europa jegliche Kunstmusik ohne die Impulse und Aufträge von Königen und Fürsten undenkbar war.
Auch die Landgrafen von Hessen-Homburg haben die Künste gefördert. Vor allem aber haben sie uns mit der Schlosskirche in Bad Homburg vor der Höhe einen wunderbaren Raum hinterlassen, in dem die vier Musiker des Ensembles "Nel Dolce" ganz unterschiedliche Werke auf originalgetreuen Instrumenten virtuos erklingen lassen.
Castle Concerts
Burgen und Schlösser, Könige und Fürsten regen seit jeher die Fantasie an. Schlossherren und Adlige als Förderer der Kunst, höfische Musikkultur voller Gefühl oder sagenumwobene Burgen als Leitmotiv des Programms - das sind Themen, denen sich die "Castle Concerts" aus immer neuen Blickwinkeln aufgreift. Dass Romantik in der Musik weit mehr umfasst, als die so benannte Epoche, machen viele der hier vorgestellten Werke aus verschiedenen Jahrhunderten und ihre Interpretation durch herausragende Künstler spürbar.
Das zeigt das Konzert auf "Royal Christmas - Joy To The World". Auch die Musik der Komponisten des Barock trug viel Gefühl in sich. Mehr als die manchmal streng arrangierten Werke vermuten lassen. Veröffentlicht wurde das festliche Album Royal Christmas - Joy To The World von der K&K Verlagsanstalt.
Wertung
Aufnahmequalität: 4.3 · Atmosphäre: 4.1 · Kultfaktor: 3.0 · Anspruch: 4.0 · Gesamtwertung: 4.1 (von 5.0)

Christian Kautz im Audio Test Magazin / LikeHifi.de, 3. Dezember 2017

Review

Knisternd elektrisierend - Geschmeidig und glasklar

Knisternd elektrisierend
Mit "Joy to the World" präsentierte das Barockensemble "Nel Dolce" dem Publikum im stimmungsvollen Ambiente der Schlosskirche ein sehr britisches Weihnachtskonzert.
Seit über zehn Jahren bieten die "Castle Concerts" (früher: Musik im Schloss) im stimmungsvollen Ambiente der barocken Schlosskirche anspruchsvolle Klassik- und Jazzkonzerte an. Jetzt wurden unter dem Titel „Joy to the World“ die Zuhörer an den englischen Hof entführt. Denn die Programmabfolge hätte so oder ähnlich auch im hochbarocken London am Hofe als Weihnachtskonzert stattfinden können.
Ausnahmslos waren Musiker mit starkem Bezug zu England ausgewählt worden, das in der Zeit zwischen 1600 und 1750 als kulturelle Metropole galt. Hier wirkten Henry Purcell, Georg F. Händel und sein erbitterter Rivale Nicola Popora, der weniger bekannte Geigenvirtuose und Komponist Nicola Matteis und, als ältester Vertreter, John Dowland.
Mit Stephanie Buyken (Blockflöten und Gesang), Olga Piskorz (Barockgeige), Harm Meiners (Cello) und am Cembalo Flora Fabri haben sich vier Profimusiker und leidenschaftliche Künstler zusammengefunden, die diese "alte" Musik in ihrer Vitalität und Attraktivität erklingen lassen konnten. Keine langweilige höfische Unterhaltungsmusik war da zu hören, sondern knisternd elektrisierende Energie, als mit Purcells Prelude in strahlender D-Dur-Fanfare das Konzert eröffnet wurde. Wer hätte gedacht, dass eine Sopran-Blockflöte eine Trompete ersetzen kann, ohne die Geige zu überdecken?
In der Triosonate F-Dur für Altblockflöte, Violine und Basso continuo von Händel verschmolz das Ensemble in einem ausgefeilten Zusammenspiel, das dennoch den einzelnen Stimmen Vortritt ließ, so dass ein fließend sich änderndes Klangbild entstand. Der vibratoarme weiche Sound der originalen Barock-Instrumente mit den tief gestimmten Darmsaiten ergänzte sich wunderbar mit der voll und warm klingenden, jedoch nicht dominierenden Altflöte und trug so die Grundstimmung der "ruhigen Besinnlichkeit" des Anfangssatzes. Das Cembalo unterstützte feinfühlig; zusammen mit dem Cello gab es unaufdringliche Tiefe und Fülle.
Geschmeidig und glasklar
In den ausgewählten Werken hatte das Cello aber nicht nur die Bass-Funktion inne; es trat oft genug als gleichgewichtiger Dialog-Partner auf oder übernahm sogar in Poporas Trio-Sonate - gegen jeglichen Brauch - die solistische Rolle. Das geschmeidige und glasklare Spiel von Harm Meiners auch in schnellen Passagen wurde gerahmt von Violine und Cembalo, die als Mini-Orchester begleiten durften.
Ihren solistischen Auftritt hatte aber auch die Violine. Heinrich Ignaz Franz Biber, wie Matteis ein begnadeter Geigenvirtuose, schrieb 15 Rosenkranz- und Mysteriensonaten, für die Stationen aus dem Leben Jesu Inspirationsquelle waren. Olga Piskorz hatte diejenige mit dem Titel "Die Geburt Christi" ausgewählt und war so mit der besonderen Schwierigkeit konfrontiert, eine Musik zum Leben zu erwecken, die eine umgestimmte Geige voraussetzt. Ihrem Spiel allerdings merkte man keinerlei Mühe oder Intonationstrübung an, sie spielte virtuos über die Saiten und in Doppelgriffen, klangschön und genau.
Stephanie Buykens spielte nicht nur unglaublich finger- und zungenfertig auf ihren Flöten, ihr lebhafter, runder und feinschwingender Sopran war zudem in drei kurzen (zu kurzen!) Liedern zu bewundern - wie im inspirierten "Joy to the World" von Händel. Die Stimme ist doch immer noch das direkteste Instrument. Zum Abschluss ertönte das "Weihnachtskonzert" von Arcangelo Corelli. In kammermusikalischer Besetzung entstanden lebhafte Musik-Bilder, gefolgt von der sanft wiegenden Pastorale, einer feinen Hirtenmusik, die das Publikum in der Schlosskirche mit heftigem Applaus honorierte.

Die Frankfurter Neue Presse über dieses Konzert am 16.12.2014

Royal Christmas: Joy to the WorldRoyal Christmas: Joy to the World
Royal Christmas
Joy to the World
Barocke Weihnacht am englischen Hofe,
gespielt in histroischer Aufführungspraxis vom Ensemble Nel Dolce
Werke von Henry Purcell (1659-1695), Georg Friedrich Händel (1685-1759),
Nicola Antonio Porpora (1686-1768), Nicola Matteis (1650-1713),
John Dowland (1563-1626), Heinrich Ignaz Franz von Biber (1644-1704),
Gottfried Keller (1650-1704), Pierre Prowo (1697-1757) & Arcangelo Corelli (1653-1713)
Stephanie Buyken (Blockflöten & Gesang) · Olga Piskorz (Violine)
Harm Meiners (Cello) · Flóra Fábri (Cembalo)
HD-Aufnahme · DDD · Spielzeit: 58 Min. 02 Sek.
Digitales Album · 29 Tracks · incl. Booklet
MP3

MP3 Album

320 kBit/sec.

EUR 16,75ReviewReview

Festliche Klassik zur Weihnachtszeit

Bald ist es Weihnachten. Wenn das Fest naht, der erste Schnee fällt und vieles besinnlicher als sonst zugeht, dann entdecken viele Musikfreunde ihre Liebe für klassische Musik. Gerade die richte Zeit für ein Album wie ROYAL CHRISTMAS - JOY TO THE WORLD.
Barocke Musikkultur
Die Idee für das Konzert auf "Joy To The World" orientiert sich am Leben im barocken London. Besonders für das damalige kulturelle Umfeld waren die Einflüsse unterschiedlichster europäischer Stilrichtungen, das Aufeinandertreffen barocker Musiker aus Frankreich, Italien und Deutschland.
Royal Christmas - Joy To The World
Der Konzertmitschnitt aus dem Schloss Bad Homburg hätte sich auch zu damaliger Zeit als Weihnachtskonzert zutragen können. Die Aufführung gewährt unter dem weihnachtlichen Motto einen Einblick in die Musikkultur am englischen Hof der Barockzeit, als in ganz Europa jegliche Kunstmusik ohne die Impulse und Aufträge von Königen und Fürsten undenkbar war.
Auch die Landgrafen von Hessen-Homburg haben die Künste gefördert. Vor allem aber haben sie uns mit der Schlosskirche in Bad Homburg vor der Höhe einen wunderbaren Raum hinterlassen, in dem die vier Musiker des Ensembles "Nel Dolce" ganz unterschiedliche Werke auf originalgetreuen Instrumenten virtuos erklingen lassen.
Castle Concerts
Burgen und Schlösser, Könige und Fürsten regen seit jeher die Fantasie an. Schlossherren und Adlige als Förderer der Kunst, höfische Musikkultur voller Gefühl oder sagenumwobene Burgen als Leitmotiv des Programms - das sind Themen, denen sich die "Castle Concerts" aus immer neuen Blickwinkeln aufgreift. Dass Romantik in der Musik weit mehr umfasst, als die so benannte Epoche, machen viele der hier vorgestellten Werke aus verschiedenen Jahrhunderten und ihre Interpretation durch herausragende Künstler spürbar.
Das zeigt das Konzert auf "Royal Christmas - Joy To The World". Auch die Musik der Komponisten des Barock trug viel Gefühl in sich. Mehr als die manchmal streng arrangierten Werke vermuten lassen. Veröffentlicht wurde das festliche Album Royal Christmas - Joy To The World von der K&K Verlagsanstalt.
Wertung
Aufnahmequalität: 4.3 · Atmosphäre: 4.1 · Kultfaktor: 3.0 · Anspruch: 4.0 · Gesamtwertung: 4.1 (von 5.0)

Christian Kautz im Audio Test Magazin / LikeHifi.de, 3. Dezember 2017

Review

Knisternd elektrisierend - Geschmeidig und glasklar

Knisternd elektrisierend
Mit "Joy to the World" präsentierte das Barockensemble "Nel Dolce" dem Publikum im stimmungsvollen Ambiente der Schlosskirche ein sehr britisches Weihnachtskonzert.
Seit über zehn Jahren bieten die "Castle Concerts" (früher: Musik im Schloss) im stimmungsvollen Ambiente der barocken Schlosskirche anspruchsvolle Klassik- und Jazzkonzerte an. Jetzt wurden unter dem Titel „Joy to the World“ die Zuhörer an den englischen Hof entführt. Denn die Programmabfolge hätte so oder ähnlich auch im hochbarocken London am Hofe als Weihnachtskonzert stattfinden können.
Ausnahmslos waren Musiker mit starkem Bezug zu England ausgewählt worden, das in der Zeit zwischen 1600 und 1750 als kulturelle Metropole galt. Hier wirkten Henry Purcell, Georg F. Händel und sein erbitterter Rivale Nicola Popora, der weniger bekannte Geigenvirtuose und Komponist Nicola Matteis und, als ältester Vertreter, John Dowland.
Mit Stephanie Buyken (Blockflöten und Gesang), Olga Piskorz (Barockgeige), Harm Meiners (Cello) und am Cembalo Flora Fabri haben sich vier Profimusiker und leidenschaftliche Künstler zusammengefunden, die diese "alte" Musik in ihrer Vitalität und Attraktivität erklingen lassen konnten. Keine langweilige höfische Unterhaltungsmusik war da zu hören, sondern knisternd elektrisierende Energie, als mit Purcells Prelude in strahlender D-Dur-Fanfare das Konzert eröffnet wurde. Wer hätte gedacht, dass eine Sopran-Blockflöte eine Trompete ersetzen kann, ohne die Geige zu überdecken?
In der Triosonate F-Dur für Altblockflöte, Violine und Basso continuo von Händel verschmolz das Ensemble in einem ausgefeilten Zusammenspiel, das dennoch den einzelnen Stimmen Vortritt ließ, so dass ein fließend sich änderndes Klangbild entstand. Der vibratoarme weiche Sound der originalen Barock-Instrumente mit den tief gestimmten Darmsaiten ergänzte sich wunderbar mit der voll und warm klingenden, jedoch nicht dominierenden Altflöte und trug so die Grundstimmung der "ruhigen Besinnlichkeit" des Anfangssatzes. Das Cembalo unterstützte feinfühlig; zusammen mit dem Cello gab es unaufdringliche Tiefe und Fülle.
Geschmeidig und glasklar
In den ausgewählten Werken hatte das Cello aber nicht nur die Bass-Funktion inne; es trat oft genug als gleichgewichtiger Dialog-Partner auf oder übernahm sogar in Poporas Trio-Sonate - gegen jeglichen Brauch - die solistische Rolle. Das geschmeidige und glasklare Spiel von Harm Meiners auch in schnellen Passagen wurde gerahmt von Violine und Cembalo, die als Mini-Orchester begleiten durften.
Ihren solistischen Auftritt hatte aber auch die Violine. Heinrich Ignaz Franz Biber, wie Matteis ein begnadeter Geigenvirtuose, schrieb 15 Rosenkranz- und Mysteriensonaten, für die Stationen aus dem Leben Jesu Inspirationsquelle waren. Olga Piskorz hatte diejenige mit dem Titel "Die Geburt Christi" ausgewählt und war so mit der besonderen Schwierigkeit konfrontiert, eine Musik zum Leben zu erwecken, die eine umgestimmte Geige voraussetzt. Ihrem Spiel allerdings merkte man keinerlei Mühe oder Intonationstrübung an, sie spielte virtuos über die Saiten und in Doppelgriffen, klangschön und genau.
Stephanie Buykens spielte nicht nur unglaublich finger- und zungenfertig auf ihren Flöten, ihr lebhafter, runder und feinschwingender Sopran war zudem in drei kurzen (zu kurzen!) Liedern zu bewundern - wie im inspirierten "Joy to the World" von Händel. Die Stimme ist doch immer noch das direkteste Instrument. Zum Abschluss ertönte das "Weihnachtskonzert" von Arcangelo Corelli. In kammermusikalischer Besetzung entstanden lebhafte Musik-Bilder, gefolgt von der sanft wiegenden Pastorale, einer feinen Hirtenmusik, die das Publikum in der Schlosskirche mit heftigem Applaus honorierte.

Die Frankfurter Neue Presse über dieses Konzert am 16.12.2014

Sarah Wegener & Ensemble il capriccio · Arien & KantatenSarah Wegener & Ensemble il capriccio · Arien & Kantaten
Sarah Wegener & Ensemble il capriccio:
Arien & Kantaten
Ein Konzert in historischer Aufführungspraxis
mit Sarah Wegener (Sopran) und dem Ensemble il capriccio
Konzertmeister: Friedemann Wezel
Georg Friedrich Händel (1685-1759): Gloria (Kantate) · Ouvertüre aus "Rinaldo" · Furie terribili · Lascia ch'io pianga · Se pietà di me non senti · Da tempeste · Farewell ye limpid springs · Eternal source of light divine
Henry Purcell (1659-1695): When I am laid · O let me weep · Fantasy upon a Ground
Giovanni Battista Ferrandini (1710-1791): Se d'un Dio
Schottische Volksweise: Auld Lang Syne, u.a.
Ein Konzertmitschnitt aus der Kirche des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn
HD-Aufnahme · DDD · ca. 76 Minuten
CD
EUR 22,00SpotifyDeezerApple MusicAmazon.deTidaliTunes MasteredFor...Qobuz HDHD TracksPrime Phonic HDPresto Classical HDReview

Unbedingt anhören, es lohnt sich!

Das Kloster Maulbronn, im Jahre 1147 von Zisterziensermönchen gegründet, gilt heute als die einzige vollständig erhaltene mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen und wurde 1993 Unesco-Weltkulturerbe. Auch wenn sie Scharen von Touristen anlockt, so ist sie doch nicht vorrangig ein Museum, sondern vielmehr sehr lebendig. So beherbergt das Kloster Maulbronn die Evangelische Akademie, ein Gymnasium mit Internat. Außerdem finden alljährlich dort etwa 25 Konzerte statt - und einige davon werden durch Andreas Otto Grimminger und Josef-Stefan Kindler in der Edition Kloster Maulbronn dokumentiert.
Einen wirklich bemerkenswerten Konzertmitschnitt haben die beiden Toningenieure kürzlich veröffentlicht: Im Mai 2015 war die Sopranistin Sarah Wegener mit dem Ensemble Il Capriccio in Maulbronn zu Gast. Mit Liedern und Arien überwiegend aus der Zeit des Barock bezauberte die Sängerin das Publikum, bestens begleitet durch die Musiker um Konzertmeister Friedemann Wezel, die durchaus auch eigene Akzente setzten.
Auf dem Programm standen Werke von Georg Friedrich Händel (1685 bis 1759), Giovanni Battista Ferrandini (1710 bis 1791) und Henry Purcell (1659-1695) ebenso wie zwei Gesänge für Sopran solo, von Younghi Pagh-Paan (*1945) und von Elliott Carter (1908 bis 2012), einem Schüler von Charles Ives, Gustav Holst und Nadia Boulanger.
Eine phantastische, große Stimme, klug und mit Leidenschaft eingesetzt, hervorragende Musiker, die wunderbar miteinander harmonieren, und dazu die einzigartige Atmosphäre des Klosters Maulbronn - es muss ein großartiger Abend gewesen sein. Unbedingt anhören, es lohnt sich!

OUVERTURE - Das Klassik-Blog

Review

Eine warm-timbrierte Stimme begeistert das Publikum

Ein Konzertmitschnitt aus der Kirche des UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn aus dem Jahre 2015: Die britisch-deutsche Sopranistin Sarah Wegener mit ihrer warm-timbrierten Stimme und das Ensemble il capriccio unter Leitung von Konzertmeister Friedemann Wezel begeisterten das Publikum mit Liedern und Arien, überwiegend aus der Zeit des Barocks. Alle Musiker des 1999 gegründeten Ensembles haben sich intensiv mit historischer Aufführungspraxis beschäftigt. Auf dem Programm standen Werke von Georg Friedrich Händel (1685-1759)‚ Giovanni Battista Ferrandini (1710-1791) und Henry Purceil (1659-1695) ebenso wie zwei Gesänge für Sopran solo von Younghi Pagh-Paan (geboren 1945) und von Elliott Carter (1908-2012).

TV Spielfilm / F.F. dabei, Ausgabe 17/2017

Review

Eine exzellent klingende CD mit wahrlich himmlischem Gesang

Am 19. November ist Volkstrauertag. Unter dem dazu passenden Motto "Krieg und Frieden" hat die Sopranistin Sarah Wegener ein Programm entwickelt, das bei einem Konzert in Maulbronn von der Landau-Mörzheimer K&K Verlagsanstalt für eine CD mitgeschnitten wurde. Zu hören sind vor allem Werke des Barocks, aber auch Neue Musik.
Für Krieg steht auf ihrer Landau-Maulbronner-CD unter anderem die Auftritts-Arie der heidnischen Zauberin Armida in Händels Oper, die schreckliche Furien heraufbeschwört.
Gesungen wird aber auch in Stücken aus Purcells "Dido and Aeneas" oder Händels "Giulio Cesare" vom Leid der Frauen, die durch gewalttätige oder kriegerische Verwirrungen schmerzliche Dinge erfahren müssen. Sarah Wegener, die das Programm auch im Juni bei den Händel-Festspielen in Halle sang, gibt sowohl dem Furor als auch den "Klageliedern" eine sehr bewegende, intensive Gestalt. Sie singt mit großer stilistischer Sicherheit, aber nie distanziert. Man spürt ihre Anteilnahme an den Affekten der barocken Arien und ihre faszinierende Ausdruckskraft. Zugleich überzeugt ihre Einfühlsamkeit bei einem altkoreanischen Gedicht für Stimme solo in der Vertonung des zeitgenössischen Komponisten Younghi Pagh-Paan. Die Sängerin brilliert auch ganz solo bei einer Baudelaire-Vertonung von Eliott Carter.
Bei den barocken Stücken wird die Sängerin von dem technisch vorzüglichen und spielfreudig agierenden Ensemble Il Capriccio unter Konzertmeister Friedemann Wezel auf historischen Instrumenten begleitet.
Die geschickte Folge der ineinander verwobenen Stücke spannt einen dramaturgisch sinnvollen Bogen. Wie immer bei den klangtechnisch exzellenten K&K-CDs ist die Liveatmosphäre sehr gut eingefangen und es wird der spezifische Raumklang der Maulbronner Klosterkirche spürbar.
Mit Händels glanzvollem Gloria verweist das Programm schon auf Weihnachten
Das größte Stück auf der CD ist ein Beitrag zum Frieden mit Verweis auf Weihnachten: Händels Gloria, das erst um 2000 wiedergefunden wurde. Das in Italien entstandene Stück wird mit leuchtendem Glanz erfüllt und erhellt die Herzen der Hörer. Sarah Wegener gehört mit ihrer Wiedergabe zu den großen Interpretinnen der herrlichen Komposition. Wahrlich himmlisch ist auch der Bonus-Track mit Händels berühmtem "Eternal source of light divine".
Sarah Wegener gehört nicht nur zu den bevorzugten Solistinnen bei dem aus der Pfalz stammenden Frieder Bernius, der mit seinem Kammerchor Stuttgart gerade bei den Musiktagen Südpfalz in Steinfeld war. Im kommenden Sommer debütiert sie bei den Salzburger Festspielen. Zurzeit arbeitet sie oft mit Kent Nagano zusammen. Unter dessen Leitung sang sie im September in Mahlers achter Sinfonie im kanadischen Montreal. Ende April/Anfang Mai hätte Nagano das Stück mit den Philharmonikern Hamburg auch in der Elbphilharmonie dirigieren sollen. Doch er musste krankheitsbedingt absagen. Kurzfristig sprang Eliahu Inbal ein, so dass Sarah Wegener als erste Sopransolistin mit diesem in einer denkwürdigen Einstudierung (mit den Lichtinstallationen von Rosalie) ihr Debüt in der Elphi gab. Sie sang wie alle Solisten hinter dem gigantischen Orchester, aber das war akustisch gar kein Problem. Im Gegenteil: die Töne der Sängerin schwebten gleichsam über den Klangmassen. Und Sarah Wegener sang in der "Sinfonie der Tausend" mit einer Feinheit, Gesangskultur und Tonqualität als wäre es Musik von Bach oder Mozart. Eine grandiose Leistung der Sängerin.

Dr. Karl Georg Berg in DIE RHEINPFALZ am 18.11.2017

The Power of Händel · Oratorio HighlightsThe Power of Händel · Oratorio Highlights
Oratorien-Highlights
The Power of Händel
Highlights mit Solisten, Chor und Orchester aus den Oratorien von Georg Friedrich Händel in der CD-Edition Kloster Maulbronn 1998-2008, in englischer Originalsprache und historischer Aufführungspraxis mit dem Maulbronner Kammerchor und Solisten wie Miriam Allan, Nancy Argenta, Catherine King, Sinéad Pratschke, Melinda Paulsen, Michael Chance, Mark LeBrocq, Charles Humphries, Christopher Purves, James Rutherford, Stephen Varcoe u.a.
Künstlerische Leitung: Jürgen Budday.
Konzertmitschnitte aus der Kirche des UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn 1998-2008
HD-Aufnahme · DDD · ca. 82 Minuten (!)
CD
EUR 22,00SpotifyApple MusicAmazon.deiTunes MasteredFor...Tidal Hifi StreamingHD TracksQobuz HDeClassical HDPresto Classical HDReview

Ein Ohrenschmaus

Ein Ohrenschmaus für jene CD-Genießer, die sich zwar kein Zweistunden-Oratorium anhören mögen, aber gerne mal wieder eine Mußestunde mit einer ebenso aufregend wie einschmeichelnd klingenden CD verbringen möchten.

Winfried Dulisch in "Schwarz auf Weiss" - Musik aus aller Welt

Review

"Power of Händel" heisst das ganze Unternehmen zu recht

"Outstandig" sind sie wirklich, diese ausgewählten Soli und Chöre aus 8 Oratorien des Meisters. Und "Power of Händel" heisst das ganze Unternehmen zu recht. Denn was immer wieder so auffällt, ist die immense Kraft, die Budday und seine Mitstreiter in der Musik zum Leben erwecken... Klarheit, Präsenz und pointierte Ausdrucksstärke gehen eine ausgesprochen fruchtbare Allianz ein...

Matthias Mader in 'Neue Chorzeit' - Zeitschrift des deutschen Chorverbandes

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