Organ Gloriosa: Concert four Europe: 4 Organisten aus 4 Ländern

Cover
EUR 17,90
CD
Organ Gloriosa
Concert four Europe

Ein Konzert mit 4 Solisten aus 4 Ländern
auf der "Großen Bürgy-Orgel von 1787"
in der Schlosskirche Bad Homburg
mit Martin Knizia (England), Pieter Dirksen (Niederlande),
Federica Iannella (Italien) & Thorsten Mäder (Deutschland)

Werke von Nicolaus Bruhns, William Byrd, Hugo Distler,
Matthias Weckmann, an Pieterszoon Sweelinck,
Wilhelm Friedemann Bach, Jan Brandts-Buijs,
Padre Davide da Bergamo, Ferdinando Provesi
& Josef G. Rheinberger

Ein Konzertmitschnitt aus dem Schloss Bad Homburg, Juni 2008

CD · DDD · BestellNr.: CC-KuK47 · Spielzeit: ca. 72 Minuten

Hörproben

Musikvideo(s)


Werk(e) & Aufführung

O

rgan Gloriosa - stellen Sie sich vor... eine dämmrige Kirche, die harte Bank, den Blick nach vorne auf den Altar gerichtet, harrend des Klanges der Orgel aus der Ferne ... die landläufige Variante, einem Orgelkonzert zu lauschen. Doch frage ich: Wie empfanden wohl die Meister des Instrumentes, wie Bach und Mendelssohn? Was war ausschlaggebend für deren tiefgreifenden Kompositionen?
Saßen Sie schon einmal an einer Kirchenorgel? Mit dem Blick auf die Manuale, vor sich die Tasten des Spieltisches, die Register, hinter sich in der Tiefe den hehren Kirchenraum - und beim Blick nach oben die mächtigen Basspfeiffen, die scheinbar in die Unendlichkeit emporragen und sich im Zwielicht des Gewölbes verlieren ... dann der erste Griff in die Tasten, ein mächtiges Rauschen - und Sie tauchen ein in die Klänge der Orgel. Wir wollen Ihnen den wundervollen und mächtigen Klang dieses Instrumentes nahebringen, ganz nach der Manier der alten Meister, als sie zu ihren Zeiten jene Kompositionen am Spieltisch einer Orgel zur Ehre des Schöpfers erdachten. Hören Sie selbst ...

Andreas Otto Grimminger & Josef-Stefan Kindler
K&K Verlagsanstalt

Martin Knizia, London (England) spielt
Nicolaus Bruhns (1655-1697) ~ Praeludium in e-Moll "Das Große"
William Byrd (c.1543-1623) ~ Fantasia in G
Hugo Distler (1908-1942) ~ "Suite" aus 30 Spielstücke Opus 18 No. 1-4
Matthias Weckmann (c.1616-1674) ~ Magnificat I. Toni

Pieter Dirksen, Cuijk (Niederlande) spielt
Jan Pieterszoon Sweelinck (1562-1621) ~ Wir glauben all an einen Gott
Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784) ~ Fuga in g
Jan Pieterszoon Sweelinck (1562-1621) ~ Fantasia C-Dur (C3)
Jan Brandts-Buys (1868-1933) ~ Patria Opus 36

Federica Iannella, Senigallia (Italien) spielt
Padre Davide da Bergamo (1791-1863) ~ Elevazione in d-moll
Ferdinando Provesi (1770-1833) ~ Sinfonia in C-Dur

Thorsten Mäder (Deutschland) spielt
Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) ~ Sonate für Orgel Nr. 4 in a-moll, Opus 98

D

ie Grosse Bürgy-Orgel von 1787 in der Bad Homburger Schlosskirche entstand in den bewegten Zeitläufen Ende des 18. Jahrhunderts. Mit Johann Conrad Bürgy (1721 - 1792) lebte damals ein hervorragender, aus der Schweiz stammender Orgelbauer in dem Residenzstädtchen Homburg vor der Höhe. Er erhielt vom Evangelisch-Lutherischen Kirchen-Konvent den Auftrag für das grösste Opus seines Lebens. Es ist mit 38 Registern - verteilt auf drei Manuale und Pedal - ein herausragendes Beispiel mitteldeutschen Orgelbaus, wie ihn Johann Sebastian Bach aufgrund des markanten Klangbildes nachweislich bevorzugte. Der strahlende Charakter der Orgel lehnt sich an die norddeutsche Tradition an, ohne die Grundtönigkeit des süddeutschen Orgelbaus zu vernachlässigen.
Mit ihrer Registervielfalt bietet die Orgel ein breites Spektrum an wundervollen Klangvariationen, von erlesenen Solostimmen bemerkenswerter Couleur bis zum majestätischen Tutti-Klang mit markanten Bässen. So eignet sie sich gleichermassen für die Interpretation barocker und vorbarocker Werke wie für Kompositionen der Klassik und ausgewählte romantische Literatur bis hin zur Interpretation moderner Musik. Eine Besonderheit der Orgel ist ihr Echowerk: Windladen und Pfeifen dieses Werkes stehen verdeckt im unteren Teil des Orgelgehäuses, so dass die Töne nicht direkt in die Kirche dringen, sondern Umwege nehmen müssen und dadurch weit entfernt, gleichsam echohaft klingen - ein Effekt, der in der Barockmusik sehr beliebt war und später seine Fortsetzung im Fernwerk romantischer Orgeln fand.
Dem eindrucksvollen Klang entspricht eine opulente Optik: Der kunstvolle Prospekt, der den gesamten rückwärtigen Raum oberhalb der ersten Empore bis unters Kirchendach ausfüllt, bildet das effektvolle Gegenstück zum gegenüber liegenden Chorraum der Schlosskirche mit seinen zahlreichen Logenfenstern über zwei Etagen. So erstrahlen Raum und Orgel in einem Glanz, der im Laufe der wechselvollen Geschichte des Schlosses fast verloren gegangen wäre. Denn mit dem Niedergang der Landgrafschaft verfiel die Orgel zusehends. Nach nur 90 Jahren wurde sie aufgegeben und später abgebaut. Nur Gehäuse und Gebläse blieben erhalten, zunächst auch noch die zinnernen Prospektpfeifen - bis sie im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen wurden.
Zwei glückliche Fügungen ermöglichten 200 Jahre nach ihrer Einweihung die originalgetreue Rekonstruktion der Orgel: Johann Conrad Bürgy hatte einen Gesellen namens Johann Georg Förster, der zu einem der Gründer der weltweit angesehenen hessischen Orgelbaufirma Förster & Nicolaus werden sollte. In ihr wurde Bürgys Wissen um die Kunst des Orgelbaus bis heute weitergegeben. In den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts gelang es dann engagierten Bürgern im "Kuratorium Bad Homburger Schlosskirche", die Kirche nicht nur baulich renovieren zu lassen, sondern auch die Grosse Bürgy-Orgel von 1787 originalgetreu wiederherzustellen. Was lag näher, als Förster & Nicolaus mit dieser anspruchsvollen Aufgabe zu betrauen, die 1989 abgeschlossen wurde.
Heute können Sie die Orgel in alter Pracht bestaunen - als eines der wenigen Zeugnisse des Orgelbaus der klassischen Stilepoche. Ihr unverwechselbarer Klang und ihre bemerkenswerte Vielfalt werden auf dieser CD umfassend dokumentiert.

Künstler
Martin Knizia

Martin Knizia ~ London, England
Martin Knizia ist Kirchenmusikdirektor an der Lutherischen St. Anne's Gemeinde in London, künstlerischer Leiter und Dirigent des Londoner Bachfestivals sowie Gründungsmitglied des Londoner Sweelinck-Ensembles. Martin Knizia studierte an der Musikhochschule Lübeck und an der Royal Academy in London. Später wurde er Dozent für Barocke Orgelimprovisation und Continuo an der Royal Academy of Music. Höchste Beachtung fand u.a. seine Gesamtausgabe der Orgelwerke des Komponisten Orlando Gibbons. www.sweelinck.com

Pieter Dirksen

Pieter Dirksen ~ Cuijk, Niederlande
Pieter Dirksen ist Organist an der historischen Orgel der Martinuskirche im niederländischen Cuijk. Sein Studium der Musikwissenschaften schloss er "cum laude" mit einer Dissertation über die Werke des Komponisten Jan Pieterszoon Sweelinck ab. Seine Gesamtaufnahmen dieser Orgel- und Cembalowerke wurde 2003 mit einem Edison ausgezeichnet. Pieter Dirksen ist Mitglied der Niederländischen Bach-Gesellschaft und konzertiert u.a. mit dem "Combattimento Consort" Amsterdam und dem Kammerensemble "La Suave Melodia". www.pieterdirksen.nl

Federica Iannella

Federica Iannella ~ Senigallia, Italien
Federica Iannella ist Titularorganistin und künstlerische Leiterin des Internationalen Orgelfestivals in der Kirche "Santa Maria della Neve" in Senigallia sowie Dozentin der "Accademia Organistica". Sie studierte Orgelspiel und Orgelkomposition am Rossini-Konservatorium in Pesaro bei Prof. M. Arlotti und promovierte am Konservatorium von Vicenza und, in Musikwissenschaften, an der Universität Bologna. Danach folgte ein dreijähriges Studium an der Orgelakademie in Pistoia. Federica Iannella veröffentlichte 2005 u.a. die erste Einspielung der vierhändigen Orgelsonaten von Giovanni Morandi. www.federicaiannella.net

Thorsten Maeder

Thorsten Mäder ~ Deutschland
Thorsten Mäder ist Konzertorganist und Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und verschiedener Stipendien. Er studierte in Frankfurt, Halle und Paris bei Daniel Roth. Neben Konzerten im In- und Ausland und der Einspielung mehrerer CDs gibt Thorsten Mäder regelmäßig Meisterkurse und ist seit 1999 Professor für künstlerisches Orgelspiel an der Hansei-Universität in Seoul/Südkorea.

Rezensionen

Review

HI-RES AUDIO

Ausgezeichnet von Qobuz mit dem HI-RES AUDIO

Qobuz, März 2012

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