BRAHMS: Variationen für 2 Klaviere, Op. 56b

Track

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EUR 9,00
Johannes Brahms (1833-1897):
Variationen für 2 Klaviere, Op. 56b

Variationen für zwei Klaviere
über ein Thema von Joseph Haydn, Opus 56b
"Sankt Antoni Variationen"

live gespielt von Rolf Plagge und Wolfgang Manz ("Duo Reine Elisabeth")
auf 2 Konzertflügeln D-274 von Steinway & Sons
Ein Konzertmitschnitt aus dem Stadttheater Kempten, März 2012

HD-Aufnahme · DDD · Spielzeit: 16 Min. 11 Sek.
Digitales Album · 10 Tracks

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Werk(e) & Aufführung

D

ie Variationen über ein Thema von Haydn op. 56a sind ein Variationswerk für Orchester von Johannes Brahms. Das Werk entstand im Sommer des Jahres 1873 in Tutzing. Die Uraufführung fand am 2. November 1873 in Wien unter Brahms' Leitung statt. Aus Brahms' Feder stammt auch eine Fassung für zwei Klaviere (op. 56b). Die Klavierfassung wurde am 10. Februar 1874 ebenfalls in Wien uraufgeführt.
1870 stieß Brahms auf sechs Feldparthien oder Divertimenti, die wahrscheinlich fälschlich Joseph Haydn zugeschrieben wurden. Brahms legte seinen Variationen den zweiten Satz aus dem sechsten Divertimento in B-Dur für 2 Oboen, 3 Fagotte und Serpent, 2 Hörner (Hob.II:46) zugrunde. Dieser Satz ist überschrieben mit "Chorale St. Antoni". Eine Besonderheit des ersten Teils des Chorals, in dem das Thema vorgestellt wird, liegt darin, dass er aus zwei jeweils fünftaktigen Perioden besteht, die in fast sämtlichen acht Variationen wiederholt werden.
Der Choral stammt möglicherweise nicht vom Komponisten des Divertimentos. Eduard Hanslick nahm an, dass der Choral ursprünglich ein Wallfahrtslied gewesen sei. Darüber hinaus wird vermutet, der Choral könnte zu Ehren des heiligen Antonius von Padua an dessen Gedenktag von Büßern gesungen worden sein, als sie aus ihren Dörfern in West-Ungarn (heute Burgenland) zu einer bestimmten St. Antonius-Kapelle pilgerten, wo sie von den Barmherzigen Brüdern erwartet wurden.
Die Besetzung besteht aus Piccoloflöte, zwei Flöten, zwei Oboen, zwei Klarinetten, zwei Fagotten, Kontrafagott, vier Hörnern, zwei Trompeten, Pauken, Triangel und Streichern.
Literatur:
Johannes Brahms: Variations on a Theme of Haydn, Vorwort von Deryck Cooke. Eulenburg, London
Donald M. McCorcle (Hrsg.): Brahms, Johannes, 1833-1897. Variations on a theme of Haydn, New York 1976
Renate Ulm: Johannes Brahms, Das symphonische Werk. Bärenreiter, ISBN 3-7618-2111-5
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Künstler
Duo Reine Elisabeth

R

olf Plagge und Wolfgang Manz gehören seit ihren großen Erfolgen auf internationalen Wettbewerben wie Leeds, Brüssel, Warschau und Moskau zu herausragenden Pianisten ihrer Generation. Beide studierten an der renommierten Hochschule für Musik und Theater Hannover, beide haben viele Preise und verschiedene Stipendien gewonnen.
Neben ihrer umfangreichen solistischen Tätigkeit im In- und Ausland widmen sich beide seit 1988 auch dem Duospiel. Der Name des Duos ist als dankbare Reverenz an den weltberühmten "Concours Reine Elisabeth" in Belgien zu verstehen: den auf diesem Wettbewerb errungenen Preisen in den Jahren 1983 und 1987 verdanken beide Pianisten große Impulse für ihre musikalischen Karrieren.
Konzerte führten das Klavierduo in einige europäische Länder als auch nach Mittel- und Südamerika (Chile, Mexiko). Beide haben mit namhaften Dirigenten wie Bernhard Klee, Pierre Bartholomée, Christian Kluttig und Frank Beermann u. a. konzertiert.
Das breite Repertoire des Duos erstreckt sich über die gesamte Literatur aller Stilepochen vom Barock bis zur Moderne. Abgesehen von klassisch-romantischen Programmen werden ebenso aktuelle Kompositionen von deutschen und ausländischen Komponisten aufgeführt wie von Volker Blumenthaler, Richard Heller, Karl Thieme, Frédéric van Rossum, Daniel Capelletti und Piet Swerts.
Besonders intensiv beschäftigen sich Rolf Plagge und Wolfgang Manz auch mit seltenen Transkriptionen bekannter Orchesterwerke und Ballette: Igor Strawinskys Ballette "Petruschka" und "Le Sacre du Printemps", Franz Liszts Version der 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven für 2 Klaviere, Aram Khatschaturjans Ballette "Gayaneh" und "Spartakus" oder auch Alexander Tscherepnins selten gehörtes 4. Klavierkonzert in Form einer Fantasie in drei Sätzen über chinesische Volksmärchen. Strawinskys "Sacre" hat das Duo über 20 Mal mit den Balletten in Leipzig und Karlsruhe in diversen Choreographien (Uwe Scholz, Davide Bombana) aufgeführt. Aufführungen des Balletts "Der Feuervogel" in einer Version für 2 Klaviere sind in Planung.
Beide Pianisten sind außerdem als Pädagogen tätig: Rolf Plagge leitet eine Klavierklasse an der Universität Mozarteum in Salzburg, er ist Vorsitzender der Kommission für alle klavierpädagogischen Studien. Wolfgang Manz betreut eine Klavierklasse an der Hochschule für Musik Nürnberg, an welcher er den Fachbereich der Tasteninstrumente leitet und Mitglied des Senats und Hochschulrats ist.
Bisher hat das Klavierduo mehrere CDs mit Werken von Mozart, Beethoven-Liszt, Schubert, Liszt, Debussy, Rachmaninow, Skrjabin, und Schostakowitsch eingespielt.

Reihe & Edition

A

uthentic Classical Concerts zu veröffentlichen, heisst für uns, herausragende Aufführungen und Konzerte für die Nachwelt festzuhalten und zu vermitteln. Denn Künstler, Publikum, Werk und Raum treten in einen intimen Dialog, der in Form und Ausdruck - in seiner Atmosphäre - einmalig und unwiederbringlich ist. Diese Symbiose, die Spannung der Aufführung dem Hörer in all ihren Facetten möglichst intensiv erlebbar zu machen, indem wir die Konzerte direkt in Stereo-Digital-HD aufzeichnen, sehen wir als Ziel, als Philosophie unseres Hauses. Das Ergebnis sind einzigartige Interpretationen von musikalischen und literarischen Werken, schlichtweg - audiophile Momentaufnahmen von bleibendem Wert. Blühende Kultur, dem Publikum vor Ort und nicht zuletzt auch Ihnen zur Freude, sind somit jene Werte, welche wir in unseren Editionen und Reihen dokumentieren.

Der große Konzertflügel ist unbestritten der König unter den Instrumenten. Wir könnten jetzt auf seine unvergleichliche Dynamik, den zartesten Klang im leisen Moll bis hin zum mächtigen Anschlag im Fortissimo eingehen oder von seiner beeindruckenden Größe und Eleganz schwärmen. Doch wirklich faszinierend ist die Individualität, denn jedes Instrument ist ein Unikat - von Meisterhand geschaffen. Es hat ein Eigenleben, auf das sich der Virtuose einlässt und so das Werk des Komponisten zum Leben erweckt. In unserer Reihe Grand Piano Masters gehen wir auf den Charakter, auf die Seele des großen Konzertflügels ein und erleben während der Aufführung den Dialog zwischen Instrument, Virtuose und Raum.

Andreas Otto Grimminger & Josef-Stefan Kindler, K&K Verlagsanstalt

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