Louis Spohr · Die letzten Dinge

Cover
EUR 22,00
CD
Louis Spohr:
Die letzten Dinge

Oratorium nach Worten der Heiligen Schrift

Gesamtaufnahme der deutschsprachigen
Originalfassung von 1826
mit Miriam Meyer (Sopran),
Ursula Eittinger (Mezzo-Sopran),
Marcus Ullmann (Tenor),
Josef Wagner (Bass),
Kantorei Maulbronn,
Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg
Künstlerische Leitung: Jürgen Budday.

Ein Konzertmitschnitt aus der Kirche des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn

HD-Aufnahme · DDD · ca. 81 Minuten

Hörproben

Art Movie(s)

Werk(e) & Aufführung
Louis Spohr

L

ouis Spohr, geboren am 5. April 1784 in Braunschweig, zählte neben dem Italiener Niccolò Paganini zu den größten Geigenvirtuosen seiner Zeit. Im Gegensatz zu vielen seiner Zeitgenossen, deren Werk wir heute in hohem Maße würdigen, war Louis Spohr bereits zu Lebzeiten eine Berühmtheit und galt als einer der großen Tonkünstler seiner Epoche, sowohl als Musiker und Dirigent als auch als Komponist. Zu seinem reichen kompositorischen Schaffen zählen mehr als 200 Werke, darunter Kammermusik, Konzerte, Sinfonien, etliche Opern sowie insgesamt vier Oratorien.
"Die letzten Dinge" ist Louis Spohrs zweites Oratorium und zugleich eine seiner damals bekanntesten Kompositionen. So beschrieb ein zeitgenössischer Kritiker das Oratorium als "eine der größten musikalischen Schöpfungen des Zeitalters". Entstanden ist das Werk zwischen 1825 und 1826 in Kassel, wo Louis Spohr nach einer erfolgreichen Künstlerkarriere Generalmusikdirektor geworden war. Spohr selbst schreibt über die gelungene Uraufführung, die am Karfreitag 1826 bei verdunkeltem Chorraum und unter einem mit 600 Glaslampen beleuchteten Kreuz in Kassel stattfand: "Die Wirkung war, ich muss es mir selbst sagen, außerordentlich! Nie hatte ich früher bei Aufführungen eines meiner größeren Werke diese Genugtuung gehabt!". Zahlreiche weitere Aufführungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dokumentieren, dass das heute vergleichsweise wenig bekannte Oratorium seinerzeit ausgesprochen erfolgreich war. Das zweiteilige Werk, dessen Libretto aus der Feder des Dramatikers und Musikschriftstellers Johann Friedrich Rochlitz (1769-1842) stammt, schildert auf Grundlage der neutestamentlichen Offenbarung des Johannes die Schrecken der Apokalypse und des Jüngsten Gerichts ("Gefallen ist Babylon, die Große"). Am Ende des Kampfes zwischen Gott und Teufel steht eine neue "Stadt", eine neue Welt: das Neue Jerusalem.

Künstler

Miriam Meyer (Sopran)
Die Sopranistin Miriam Meyer wurde in Osterode am Harz geboren. Nach dem Abitur begann sie zunächst ein Medizinstudium in Hannover, wenig später parallel dazu ein Gesangstudium an der dortigen Hochschule für Musik und Theater bei W. Reimer. 1997 wechselte sie an die Musikhochschule Lübeck zu Ulf Bästlein, wo sie im Frühjahr 2002 ihr Diplom mit Auszeichnung ablegte. Wichtige Impulse ihrer Ausbildung erhielt sie zusätzlich durch die Teilnahme an verschiedenen Meisterkursen z.B. bei Renata Scotto, Irwin Gage, Charles Spencer, Kai Wessel und Esther de Bros. Die Sopranistin war in Rundfunk und Fernsehen zu hören, eine rege Konzerttätigkeit mit zahlreichen Liederabenden und Oratorien-Aufführungen führten sie durch die gesamte Bundesrepublik und in das europäische Ausland. So war sie unter anderem im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals und der Internationalen Musikfestwochen Luzern zu hören. Im Rahmen der Händelfestspiele Halle 2003 sang Miriam Meyer mit großem Erfolg das Sopran-Solo im "Messiah" in einer Aufführung des Choeur des Musiciens du Louvre und der Lautten Compagney Berlin unter der Leitung von Wolfgang Katschner.

Ursula Eittinger (Mezzo-Sopran)
Die gebürtige Ingolstädterin Ursula Eittinger studierte Gesang in Detmold, wo sie ihre Ausbildung 1990 mit Auszeichnung abschloss. Im gleichen Jahr war sie Preisträgerin beim VDMK-Wettbewerb. Es folgten zahlreiche Konzertreisen, die die Solistin in bedeutende Konzertsäle wie die Royal Albert Hall London, das Palau de la Musica Barcelona, den Musikvereinssaal Wien, das Bregenzer Festspielhaus, die Philharmonien Berlin, Köln und München, die Tonhalle Zürich und die New Yorker Carnegie Hall führten. Als regelmäßiger Gast bei dem Festival für Alte Musik in Krakau, dem Schleswig-Holstein-Festival, den BBC-Proms in London, den Haydn-Festspielen in Eisenstadt und den Ludwigsburger Schlossfestspielen, konzertiert sie mit Frank Beermann, Julia Jones, Kwamé Ryan, Philippe Jordan, Thomas Hengelbrock, Peter Neumann, Konrad Junghänel, Trevor Pinnock etc. Opernpartien sang sie an der Dresdner Semperoper, der Hamburger Staatsoper und an anderen namhaften Opernhäusern, z.B. in Basel, Bregenz, Kiel und Dortmund.

Marcus Ullmann (Tenor)
Marcus Ullmann studierte an der Musikhochschule Dresden bei Hartmut Zabel und Margret Trappe-Wiel, später in Berlin bei Dietrich Fischer-Dieskau und in Karlsruhe bei Marga Schiml. Nach seinem Studium führten ihn Gastengagements an das Staatstheater Mainz, die Semperoper Dresden, das Teatro la Fenice, das Teatro dell' opera di Roma, das Teatro Comunale Firenze und an die Oper in Los Angeles, wo er große Erfolge mit verschiedenen Mozartpartien, Haydns "Schöpfung" und "Jahreszeiten", sowie Bachs "Johannespassion" und der "H-moll Messe" feierte. Neben Aufführungen mit dem Dresdner Kreuzchor, dem Windsbacher Knabenchor und dem Thomanerchor Leipzig ist Ullmann als Solist unter Dirigenten wie Frieder Bernius, Marcus Creed, Enoch zu Guttenberg, Martin Haselböck, Helmuth Rilling oder Peter Schreier zu hören und gibt Liederabende. So musizierte er mit namhaften Pianisten u.a. in der Wigmore Hall London, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Opernhaus Kairo und in Tokyo.

Josef Wagner (Bass)
Die musikalische Ausbildung des 1975 in Niederösterreich geborenen Bassbaritons begann in einem Knabenchor sowie mit Violin- und Klavierunterricht. Nachdem er sich für den Gesang entschieden hatte, studierte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Wichtige künstlerische Impulse erhielt er in Meisterklassen von Paul Esswood, Walter Berry und Christa Ludwig. Sein gegenwärtiger Lehrer ist der Tenor Wicus Slabbert. Nach seinem Bühnendebut mit Don Alfonso ("Così fan tutte" und Dulcamara ("Elisir d´amore") wurde er 2002 Ensemblemitglied der Wiener Volksoper. Im Sommer 2006 gab Josef Wagner als Don Cassandro ("La Finta semplice") sein Début bei den Salzburger Festspielen. Während der Saison 2006/2007 sang er an der Genfer Oper, an der Opera Ireland und am Hyogo Performing Arts Centre in Japan. Josef Wagner ist auch ein gefragter Konzertsänger, dessen Repertoire vom Barock bis zu zeitgenössischen Werken reicht. So konzertierte er u.a. unter den Dirigenten Ton Koopmann, Dennis Russel Davies und Nikolaus Harnoncourt im Wiener Musikverein und im Wiener Konzerthaus.

Kantorei Maulbronn
Die Kantorei Maulbronn, der großbesetzte Oratorienchor am Kloster Maulbronn, entstand im Jahre 1948 aus dem Zusammenschluss des damaligen evang. Kirchenchores Maulbronn und des Chores des Evangelischen Seminars Maulbronn. In Anknüpfung an diese Tradition formiert sich auch heute der Chor aus ambitionierten SängerInnen der Region und aus SchülerInnen und ehemaligen SchülerInnen des Seminars Maulbronn (heute Gymnasium mit Internat). Im Laufe der vielen Jahre seines Bestehens hat der Chor das komplette gängige Oratorienrepertoire aufgeführt und arbeitete dabei mit so renommierten Orchestern wie den Mitgliedern des SWR-Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg, dem Mitteldeutschen Kammerorchester, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim oder der Badischen Philharmonie zusammen. Solisten dieser Aufführungen sind Persönlichkeiten wie Barbara Schlick, Maya Boog, Sandra Moon, Sophie Daneman, Marga Schiml, Elisabeth von Magnus, Hans Peter Blochwitz, Aldo Baldin, Marc Clear, Markus Brutscher, Peter Lika, Gotthold Schwarz und Ludwig Güttler. Chor- und Konzertreisen führten den Chor in verschiedene europäische Länder: Schweden, Frankreich, Italien, Jugoslawien, Ungarn, Gran Canaria. Der Chor, über den das ZDF ein Portrait sendete, wirkte bei verschiedenen Live-Übertragungen des SDR, SWR, des Deutschlandfunks, der Deutschen Welle und des ZDF aus dem Kloster Maulbronn mit.

Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg
Das Orchester, 1990 von Absolventen des St. Petersburger "Rimsky-Korsakoff-Konservatoriums" gegründet, demonstriert eindrucksvoll das unerschöpfliche Reservoir an musikalischen Talenten sowie den hohen instrumentalen Ausbildungsstandard seines Heimatlandes. In jüngster Zeit hat das Orchester seine Tätigkeit erfolgreich nach Westeuropa ausgedehnt. Seine umjubelten Tourneen mit Mstislav Rostropovitch, Igor Oistrakh, Mikis Theodorakis, Nina Corti und Giora Feidman ebenso wie mit Opern- und Ballettsolisten des Moskauer Bolschoi-Theaters und der St. Petersburger Mariinski-Oper fanden internationale Beachtung. Auftritte in den Metropolen Paris, Rom, Madrid, Amsterdam, London, Frankfurt, München und Leipzig sowie bei verschiedenen Festivals bestätigen den außerordentlichen Rang des Orchesters.

Jürgen Budday (Künstlerische Leitung)
Jürgen Budday ist seit 1979 am Evangelisch-theologischen Seminar Maulbronn tätig, womit er gleichzeitig die künstlerische Leitung der Maulbronner Klosterkonzerte und der Kantorei Maulbronn übernahm. An der Musikhochschule Stuttgart studierte er von 1967 bis 1974 Kirchenmusik und Musikwissenschaft. 1992 folgte die Ernennung zum Studiendirektor und 1995 zum Kirchenmusikdirektor. 1998 wurde Jürgen Budday für seine musikpädagogische Arbeit das "Bundesverdienstkreuz am Bande" und der Bruno-Frey-Preis der Landesakademie Ochsenhausen verliehen. 1983 gegründete er den Maulbronner Kammerchor, mit dem er zahlreiche nationale und internationale Preise errang. So wurde ihm 2002 u.a. der Dirigentenpreis bei den Internationalen Chortagen in Prag verliehen. Seit 2002 ist Budday Vorsitzender des Beirats Chor beim Deutschen Musikrat. Internationale Beachtung und höchstes Kritikerlob fanden die auf CD dokumentierten Aufführungen der Oratorien von G.F. Händel. Seine Diskographie umfasst neben Messen und zahlreichen Chorwerken bis dato 10 Händel-Oratorien unter der Mitwirkung von Solisten wie Emma Kirkby, Miriam Allan, Michael Chance, Nancy Argenta, Mark Le Brocq u.v.a.m. "Außer Robert King und Peter Neumann hat wohl kein Dirigent so konsequent und so viele Händel-Oratorien aufgenommen wie Jürgen Budday mit seinem Maulbronner Kammerchor" (Dr. Karl Georg Berg, Händelgesellschaft zu Halle 2008).
Zusammen mit der Kantorei Maulbronn sind unter der Leitung von Jürgen Budday bisher die Oratorien "Paulus" und "Elias" von Mendelssohn, Puccinis "Messa di gloria", die "Missa Solemnis" von Charles Gounod, Rossinis "Stabat Mater" sowie das Oratorium "Moses" von Max Bruch auf Tonträger erschienen.

Reihe & Edition

A

uthentic Classical Concerts zu veröffentlichen, heisst für uns, herausragende Aufführungen und Konzerte für die Nachwelt festzuhalten und zu vermitteln. Denn Künstler, Publikum, Werk und Raum treten in einen intimen Dialog, der in Form und Ausdruck - in seiner Atmosphäre - einmalig und unwiederbringlich ist. Diese Symbiose, die Spannung der Aufführung dem Hörer in all ihren Facetten möglichst intensiv erlebbar zu machen, indem wir die Konzerte direkt in Stereo-Digital-HD aufzeichnen, sehen wir als Ziel, als Philosophie unseres Hauses. Das Ergebnis sind einzigartige Interpretationen von musikalischen und literarischen Werken, schlichtweg - audiophile Momentaufnahmen von bleibendem Wert. Blühende Kultur, dem Publikum vor Ort und nicht zuletzt auch Ihnen zur Freude, sind somit jene Werte, welche wir in unseren Editionen und Reihen dokumentieren.

Die Konzerte im UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Maulbronn, bieten in vielfacher Hinsicht die idealen Voraussetzungen für unser Bestreben. Es ist wohl vor allem die Atmosphäre in den von romantischem Kerzenlicht erhellten Gewölben, der Zauber des Klosters in seiner unverfälschten sakralen Ausstrahlung und Ruhe, die in ihrer Wirkung auf Künstler und Publikum diese Konzerte prägen. Renommierte Solisten und Ensembles der großen internationalen Bühnen sind gerne und vor allem immer wieder hier zu Gast - genießen es in der akustisch und architektonisch vollendeten Schönheit des Weltkulturerbes in exquisiten Aufführungen weltliche und sakrale Werke darzubieten, die wir in unserer Edition Kloster Maulbronn dokumentieren.

Andreas Otto Grimminger & Josef-Stefan Kindler, K&K Verlagsanstalt

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Review

***** Eine selten schöne Aufnahme
Eine tolle Aufnahme eines leider viel zu selten aufgeführten und eingespielten Werkes mit einer großartigen Sopranistin Miriam Meyer. Unbedingte Kaufempfehlung!
Björn Waide bei Amazon.de

Review

***** Überzeugender Einsatz für eine Rarität
Das im 19. Jahrhundert populäre Werk stellt eine wichtige Bereicherung der oratorischen Literatur dar, das in der jüngeren Vergangenheit wieder etwas häufiger aufgeführt wird. Der Mitschnitt aus der Maulbronner Klosterkirche (kuk 22) unter dem aufmerksamen Dirigenten Jürgen Budday, dem künstlerischen Leiter der Maulbronner Klosterkonzerte, kann sich auf die sichere Chorleistung der Kantorei Maulbronn stützen, die ausgewogen und kompakt agiert. Dem steht auch die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg in nichts nach. Die russischen Musiker finden einen überzeugenden Zugang zur Musik Spohrs, die von Einfallsreichtum einem souveränen Kompositionshandwerk geprägt ist. Auch das Solistenensemble dieses gut klingenden Mitschnitts trägt viel zum positiven Eindruck der CD bei. Markus Ullmanns nie forcierter, heller Tenor ist geschmeidig und ausdrucksstark, souverän auch die Sopranistin Miriam Meyer. An Ausdruckskraft steht ihr die Mezzosopranistin Ursula Eittinger ebenso wenig nach wie der Bass Josef Wagner.
Thomas Weiss, Pforzheimer Zeitung

Review

Die packende Maulbronner Aufführung ist ein einziges Plädoyer
Die packende Maulbronner Aufführung ist ein einziges Plädoyer für dieses Werk.... Eine oratorische Rarität, die es wahrlich verdient hat, der Vergessenheit entrissen zu werden, ist Louis Spohrs Oratorium "Die letzten Dinge" nach Worten der Bibel. In der deutschsprachigen Originalfassung von 1826 wurde es von der Kantorei Maulbronn, der Kammerphilharmonie St. Petersburg und einem erlesenen Solistenquartett in der Maulbronner Klosterkirche aufgeführt - und zum Glück mitgeschnitten. Das Werk nach von Friedrich Rochlitz in eigenwilliger Weise zusammen gestellten Worten aus der Offenbarung des Johannes ist ein eindrucksvolles und bildgewaltiges Tongemälde, das das Ende der Welt und die Vision des himmlischen Jerusalem mit romantischer Innigkeit und Emphase in Töne fasst. Der Violinvirtuose Spohr erweist sich hier als meisterlicher und sehr ausdrucksstarker Komponist. Die packende Maulbronner Aufführung ist ein einziges Plädoyer für dieses Werk.
Dr. Karl Georg Berg, Die Rheinpfalz

Review

***** Die Wirkung war außerordentlich!
Spohr selbst schreibt über die gelungene Uraufführung dieses Oratoriums, die am Karfreitag 1826 unter einem mit 600 Glaslampen beleuchteten Kreuz in Kassel stattfand: "Die Wirkung war außerordentlich! Nie hatte ich diese Genugtuung gehabt!". Zahlreiche weitere Aufführungen dokumentieren, dass sich dieses heute wenig bekannte Oratorium im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreute. Kennen lernen kann man es auf dieser hervorragenden Einspielung mit der Kantorei Maulbronn und der Kammerphilharmonie St. Petersburg unter der Leitung von Jürgen Budday...
A. Rainer in CLASSaktuell, Ausgabe 2011/Nr.1 - Association of Classical Independents in Germany

Review

***** Melodik und klangliche Schönheit
Spätklassisch anmutende Klänge, die an mancher Stelle einer Beethoven-Sinfonie ähneln - so tritt einem die instrumentale Einleitung des Oratoriums über das Ende der Welt entgegen. Und diese Klänge sind durchaus heiter! Der Geigenvirtuose und Komponist Louis Spohr (1784-1859) schuf das Werk in den Jahren 1825/26 in Kassel, die Zusammenstellung der Bibeltexte (wie man es bereits von Händels Messias kennt) stammt von Johann Friedrich Rochlitz (1769-1842).

Der Anfangschor ist, wie überwiegend der gesamte erste Teil, ein heiteres Loblied auf Gott, im Wechselgesang von Sopran und Bass wiederholt sich mehrfach der homophone Kehrvers des Chorsatzes. Das Werk zielt stark auf Melodik und klangliche Schönheit ab. Rezitative sind mit einem reichen Instrumentalteppich versehen, meist mit Iyrischem Melos. Kunstvolle Arien sucht man jedoch vergebens: Solopassagen sind in die Chornummern eingewoben, Rezitative werden gerne im Duett geführt. Eigentlich sind es Ariosi. Die Instrumentalparts wecken bisweilen Erinnerungen an Webers Wolfsschluchtszene aus dem Freischütz. Im ganzen ein angenehm anzuhörendes, nicht sehr bekanntes Werk zwischen den Epochen Klassik und Romantik.
D. Rilling in Operapoint (Magazin für Oper und Konzert)

Review

Qobuz Hi-Res Audio
Von Qobuz im März 2012 mit dem "Hi-Res Audio" ausgezeichnet.
Qobuz

Qobuz - Hi-Res Audio

ReviewVon Qobuz im März 2012 mit dem "Hi-Res Audio" ausgezeichnet.
Qobuz

***** Selten schöne Aufnahme

ReviewEine tolle Aufnahme eines leider viel zu selten aufgeführten und eingespielten Werkes mit einer großartigen Sopranistin Miriam Meyer. Unbedingte Kaufempfehlung!
Björn Waide bei Amazon.de

***** Melodik und klangliche Schönheit

ReviewSpätklassisch anmutende Klänge, die an mancher Stelle einer Beethoven-Sinfonie ähneln - so tritt einem die instrumentale Einleitung des Oratoriums über das Ende der Welt entgegen. Und diese Klänge sind durchaus heiter! Der Geigenvirtuose und Komponist Louis Spohr (1784-1859) schuf das Werk in den Jahren 1825/26 in Kassel, die Zusammenstellung der Bibeltexte (wie man es bereits von Händels Messias kennt) stammt von Johann Friedrich Rochlitz (1769-1842).
Der Anfangschor ist, wie überwiegend der gesamte erste Teil, ein heiteres Loblied auf Gott, im Wechselgesang von Sopran und Bass wiederholt sich mehrfach der homophone Kehrvers des Chorsatzes. Das Werk zielt stark auf Melodik und klangliche Schönheit ab. Rezitative sind mit einem reichen Instrumentalteppich versehen, meist mit Iyrischem Melos. Kunstvolle Arien sucht man jedoch vergebens: Solopassagen sind in die Chornummern eingewoben, Rezitative werden gerne im Duett geführt. Eigentlich sind es Ariosi. Die Instrumentalparts wecken bisweilen Erinnerungen an Webers Wolfsschluchtszene aus dem Freischütz. Im ganzen ein angenehm anzuhörendes, nicht sehr bekanntes Werk zwischen den Epochen Klassik und Romantik.
D. Rilling in Operapoint (Magazin für Oper und Konzert)

***** Die Wirkung war außerordentlich!

ReviewSpohr selbst schreibt über die gelungene Uraufführung dieses Oratoriums, die am Karfreitag 1826 unter einem mit 600 Glaslampen beleuchteten Kreuz in Kassel stattfand: "Die Wirkung war außerordentlich! Nie hatte ich diese Genugtuung gehabt!". Zahlreiche weitere Aufführungen dokumentieren, dass sich dieses heute wenig bekannte Oratorium im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreute. Kennen lernen kann man es auf dieser hervorragenden Einspielung mit der Kantorei Maulbronn und der Kammerphilharmonie St. Petersburg unter der Leitung von Jürgen Budday...
A. Rainer in CLASSaktuell, Ausgabe 2011/Nr.1
Association of Classical Independents in Germany

Die packende Maulbronner Aufführung ist ein einziges Plädoyer

ReviewDie packende Maulbronner Aufführung ist ein einziges Plädoyer für dieses Werk....
Eine oratorische Rarität, die es wahrlich verdient hat, der Vergessenheit entrissen zu werden, ist Louis Spohrs Oratorium "Die letzten Dinge" nach Worten der Bibel. In der deutschsprachigen Originalfassung von 1826 wurde es von der Kantorei Maulbronn, der Kammerphilharmonie St. Petersburg und einem erlesenen Solistenquartett in der Maulbronner Klosterkirche aufgeführt - und zum Glück mitgeschnitten. Das Werk nach von Friedrich Rochlitz in eigenwilliger Weise zusammen gestellten Worten aus der Offenbarung des Johannes ist ein eindrucksvolles und bildgewaltiges Tongemälde, das das Ende der Welt und die Vision des himmlischen Jerusalem mit romantischer Innigkeit und Emphase in Töne fasst. Der Violinvirtuose Spohr erweist sich hier als meisterlicher und sehr ausdrucksstarker Komponist. Die packende Maulbronner Aufführung ist ein einziges Plädoyer für dieses Werk.
Dr. Karl Georg Berg, Die Rheinpfalz

***** Überzeugender Einsatz für eine Rarität

ReviewDas im 19. Jahrhundert populäre Werk stellt eine wichtige Bereicherung der oratorischen Literatur dar, das in der jüngeren Vergangenheit wieder etwas häufiger aufgeführt wird. Der Mitschnitt aus der Maulbronner Klosterkirche (kuk 22) unter dem aufmerksamen Dirigenten Jürgen Budday, dem künstlerischen Leiter der Maulbronner Klosterkonzerte, kann sich auf die sichere Chorleistung der Kantorei Maulbronn stützen, die ausgewogen und kompakt agiert. Dem steht auch die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg in nichts nach. Die russischen Musiker finden einen überzeugenden Zugang zur Musik Spohrs, die von Einfallsreichtum einem souveränen Kompositionshandwerk geprägt ist. Auch das Solistenensemble dieses gut klingenden Mitschnitts trägt viel zum positiven Eindruck der CD bei. Markus Ullmanns nie forcierter, heller Tenor ist geschmeidig und ausdrucksstark, souverän auch die Sopranistin Miriam Meyer. An Ausdruckskraft steht ihr die Mezzosopranistin Ursula Eittinger ebenso wenig nach wie der Bass Josef Wagner.
Thomas Weiss, Pforzheimer Zeitung

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